US-Präsident Trump sagt Militärparade ab - und gibt der Stadt Washington die Schuld

Dieses Jahr wird es nichts mit Donald Trumps ersehnter Militärparade. Das gab der US-Präsident auf Twitter bekannt. Verantwortlich für den Ausfall macht er Washingtons Lokalpolitiker.
Donald Trump

Donald Trump

Foto: Oliver Contreras/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Donald Trump hat die für November geplante Militärparade abgesagt und den Politikern der US-Hauptstadt Washington die Schuld gegeben. Die Vertreter der Stadt hätten einen "lächerlich hohen Preis" für die Parade veranschlagt, deswegen habe er sie abgesagt, schrieb der US-Präsident auf Twitter. Er stellte aber in Aussicht, dass die Militärschau im nächsten Jahr stattfinden könnte.

Ursprünglich sollte die Parade am 10. November stattfinden. Trump kündigte an, stattdessen am 11. November an Feierlichkeiten in Paris teilnehmen zu wollen. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will dort zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands im Ersten Weltkrieg etliche Spitzenpolitiker der einstigen Kriegsparteien versammeln. Anfang des Jahres hatte er angekündigt, etwa 80 Staats- und Regierungschefs einzuladen.

Trump hatte im vergangenen Jahr auf den Pariser Champs-Élysées der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag am 14. Juli beigewohnt und sich von dieser beeindruckt gezeigt: Die Republikanische Garde ritt auf Pferden an ihm vorbei, Militärjets zogen ihre Bahnen in der Luft.

Anfang Februar kündigte das Weiße Haus dann an, auch Trump wünsche sich eine solche Parade, um die Stärke des US-Militärs zu unterstreichen. Die Kosten wurden damals mit zwischen zehn und 30 Millionen Dollar angegeben. Berichten zufolge beliefen sich jüngste Schätzungen aber auf mehr als 90 Millionen Dollar.

Das Verteidigungsministerium hatte schon am Donnerstag mitgeteilt, dass die Parade nicht mehr in diesem Jahr stattfinden solle.

asa/dpa/AFP
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