Weltweite Umfrage Donald Trump schadet dem Ansehen der USA

Der US-Präsident erweist sich als Imagekiller: Donald Trump gilt laut einer globalen Umfrage als "arrogant", "intolerant" und "gefährlich". Darunter leidet der Ruf des ganzen Landes.

US-Präsident Donald Trump
DPA

US-Präsident Donald Trump


Die USA stehen so schlecht da in der Welt wie lange nicht mehr. Der Grund: Präsident Donald Trump.

Einer Studie des renommierten Washingtoner Pew Research Centers zufolge gaben in 37 Ländern nur noch 49 Prozent der Befragten an, eine vorteilhafte Meinung über die Vereinigten Staaten zu haben. Unter seinem Vorgänger Barack Obama lag die Zustimmungsquote zuletzt noch bei 64 Prozent.

Für diese Umfrage wurden zwischen Mitte Februar und Anfang Mai mehr als 40.000 Menschen befragt.

Trumps Beliebtheitswerte in Mexiko auf Tiefstand

Trump sagt seit seinem ersten Tag als Politiker, die Vereinigten Staaten von Amerika müssten immer an erster Stelle stehen. Der US-Präsident will an der Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen und die Kosten dafür dem Nachbarn aufbürden. Länder wie Deutschland und China greift er wegen hoher Handelsüberschüsse an, aus dem Weltklimavertrag will er aussteigen.

Besonders gelitten hat das US-Image vor diesem Hintergrund zuletzt bei den Nachbarn Kanada und Mexiko, aber auch in Westeuropa. In Mexiko stürzte die Zustimmungsquote von 66 auf 30 Prozent ab.

USA in Westeuropa so unbeliebt wie zur Irakinvasion

Die Beliebtheitswerte des Präsidenten selbst sind hier auf einem Tiefstand: In Mexiko kommt Trump nur auf eine Zustimmungsquote von fünf Prozent.

In Kanada und Deutschland fielen die Imagewerte des Landes um jeweils 22 Punkte auf 43 beziehungsweise 35 Prozent. In vielen europäischen Staaten sind die USA in etwa so unbeliebt wie 2003 unter George W. Bush, der damals militärisch im Irak intervenierte.

Russen und Israelis ziehen Trump Obama vor

Laut der Umfrage genießt Trump nur in Russland und Israel ein größeres Vertrauen als sein Vorgänger Obama. Vor allem in Russland ist dieser Wert von 15 Prozent im Jahr 2015 auf aktuell 41 Prozent stark angestiegen.

Insgesamt beschreiben 55 Prozent aller weltweit Befragten Trump als starken Führer, viele halten ihn aber auch für arrogant (75 Prozent), intolerant (65 Prozent) und gefährlich (62 Prozent).

Video: Trump jubelt über Supreme-Court-Entscheidung zum Einreiseverbot

REUTERS

dop/Reuters



insgesamt 92 Beiträge
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pizzerino 27.06.2017
1. "Donald Trump schadet dem Ansehen der USA"
Amerikas Antwort: "Na und?" Das sollten wir uns endlich mal reinschrauben.....
dasistdasende 27.06.2017
2. Quelle hier
Hier die Quelle: http://www.pewglobal.org/2017/06/26/u-s-image-suffers-as-publics-around-world-question-trumps-leadership/ Wie 55 % denken können, dass Trump ein starker Anführer ist, erschließt sich mir nicht. Aber wahrscheinlich habe ich ein anderes Verständnis dessen, was ein starker Anführer ist. Jemand der ein Land spaltet ist es meiner Meinung nach sicher nicht. Noch interessante Werte aus dem Bericht: 26 % denken, dass Trump für den Job des Präsidenten qualifiziert ist. 21 % denken, dass er sich um die Sorgen einfacher Leute schert.
Akonda 27.06.2017
3.
Trump ein starker Führer? Das macht mich fassungslos. Trump ist ein Narzisst, wie er im Buche steht, es interessiert ihn nichts außer ihm selbst und vielleicht noch seine Familie. Der Mann hat schon mit seinen Geschäften Probleme, aber er ist absolut unqualifiziert als Präsident, rationales Denken und Handeln sind ihm fremd. Es macht mich fassungslos, dass die Amerikaner ihn gewählt haben, und man kann nur hoffen, dass es einen Weg gibt, diesen unzuverlässigen und unzurechnungsfähigen Mann nicht volle 4 Jahre im Amt zu lassen, geschweige denn länger............
dosmundos 27.06.2017
4.
Wenn ich vergleiche, mit welchem positiv-kritischen USA-Bild ich selbst aufgewachsen bin, in einer linksliberalen westdeutschen Familie der 80er-Jahre, mit einem Präsidenten wie Reagan, der ja nun wirklich auch von Häme bis antiamerikanischen Klischees alles einstecken musste, und welches USA-Bild meine eigenen Kinder heute entwickeln, wird mir klar, dass sich der dramatische Ansehensverlust dieses Landes unter der Trump-Regierung vor allem mittelfristig auswirken wird. "Aufstieg und Fall der großen Mächte" hieß das vieldiskutierte Werk von Paul Kennedy aus den 80er-Jahren - dass der Fall ausgelöst werden könnte dadurch, dass man vom Rest der Welt einfach nicht mehr wirklich für voll genommen wird, hat aber auch er nicht vorhersehen können... Wobei auch klar ist, dass Trump nur das Symptom ist, nicht die Ursache.
presstituierte 27.06.2017
5. Donald Trump schadet dem Ansehen der USA?
Die Politik der USA (auch Obama uvm. vor Ihm) schadet dem Ansehen der USA! Weiter so Mr. Trump, reißen Sie die Maske herunter und zeigen Sie uns die häßliche Fratze unserer transatlantischen Freunde (nach deutschen Politikern und Medien). Weiter so Mr. Trump!
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