Einwanderung aus Mexiko US-Regierung schickt zusätzlich 3750 Soldaten an die Südgrenze

Sie sollen rund 240 Kilometer Stacheldraht verlegen und eine Anlage zur Mobilfunküberwachung installieren: Die USA senden Tausende weitere Soldaten an die Grenze zu Mexiko.
US-Soldaten im Grenzgebiet zu Mexiko

US-Soldaten im Grenzgebiet zu Mexiko

Foto: AFP/US AIR FORCE/ALEXANDRA MINOR

Die Zahl der US-Soldaten, die im Süden des Landes an der Grenze zu Mexiko stationiert sind, wird deutlich anwachsen: Die Regierung in Washington verlegt zusätzlich 3750 Soldaten in das Gebiet, wie das Verteidigungsministerium am Sonntag mitteilte. Sie sollen drei Monate bleiben und unter anderem rund 240 Kilometer Stacheldraht verlegen, um Migranten von einer illegalen Einreise nach Amerika abzuhalten. Außerdem sollen sie den Angaben zufolge eine Anlage zur Mobilfunküberwachung installieren.

Damit steigt die Zahl der Soldaten an der Grenze auf insgesamt rund 4350.

Hintergrund ist, dass sich in den vergangenen Monaten Tausende Migranten aus Mittelamerika auf den Weg Richtung USA gemacht hatten. Ende 2018 waren rund 6000 von ihnen bis nach Tijuana an die US-Grenze gelangt. Sie hoffen auf Asyl in den USA und sind vor der Gewalt und Armut in ihren Heimatländern geflohen.

In den USA tobt seit Monaten ein Streit über die von Präsident Donald Trump geforderte Mauer an der Grenze zu Mexiko. Er kann sich mit den oppositionellen Demokraten nicht auf eine Finanzierung für das Projekt einigen.

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Vertreter beider Parteien verhandeln derzeit über die Grenzsicherheit. Sie haben bis zum 15. Februar Zeit, eine Lösung für ein neues Budgetgesetz zu finden. Andernfalls droht Teilen der Regierung erneut eine Haushaltssperre. Um das Geld für die Mauer zu bekommen, ist Trump im Kongress auf Stimmen der Demokraten angewiesen.

aar/dpa
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