US-Präsidentschaftskandidat Trumps schlimmste Provokationen

Donald Trump könnte in drei Monaten US-Präsident werden, mit seinen Äußerungen entsetzt er Beobachter in aller Welt. Eine Übersicht seiner Ausfälle.
Donald Trump

Donald Trump

Foto: Evan Vucci/ AP

Er beleidigt die pakistanischstämmigen Eltern eines gefallenen US-Soldaten, er fabuliert über angebliche Wahlmanipulationen, er fordert Russland zu Hackerangriffen gegen seine Rivalin, die Demokratin Hillary Clinton, auf. Wer geglaubt hatte, dass Donald Trump nach seiner Nominierung zum US-Präsidentschaftskandidaten moderatere Töne anschlägt, wird nun eines Besseren belehrt.

Ende Juli schickten die Republikaner den umstrittenen Immobilienmilliardär offiziell ins Rennen ums Weiße Haus. Seither sorgt Trump beinahe täglich für einen neuen Skandal.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat North Carolina ruft Trump zuletzt indirekt zur Gewalt auf. Es geht um das Second Amendment in der Verfassung der Vereinigten Staaten. Die Passage regelt, dass Bürger Waffen tragen dürfen. Sie sollen sich so notfalls gegen Staatstyrannei wehren können.

Clinton wolle den zweiten Verfassungszusatz abschaffen, sagt Trump. "Falls sie es schafft, ihre Richter auszuwählen, könnt ihr nichts tun, Leute", sagt er. Und dann: "Obwohl... die Second-Amendment-Leute, vielleicht gibt es da... ich weiß nicht." Man müsse sich wehren.

Video: Trump über Waffenbesitz - Indirekter Aufruf zur Gewalt?

SPIEGEL ONLINE

Es ist eine der bislang härtesten Attacken gegen Clinton - und das jüngste Beispiel einer Reihe von verbalen Aussetzern seit seiner Kandidatenkür. Sie geben Einblick in eine fragwürdige politische Kultur, für die der Mann steht, der das mächtigste Amt der Welt übernehmen will. SPIEGEL ONLINE dokumentiert Trumps Entgleisungen.

kev