Republikaner vs. US-Präsident Senator Flake wirft Trump unwürdiges Verhalten vor

"Rücksichtslos, unverschämt, unwürdig": Der republikanische Senator Jeff Flake hat US-Präsident Donald Trump heftig attackiert. Gleichzeitig kündigte er an, für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung zu stehen.

Senator Jeff Flake
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Senator Jeff Flake


Die nächste Attacke aus den eigenen Reihen: Der republikanische Senator Jeff Flake aus Arizona hat US-Präsident Donald Trump scharf angegriffen. Flake beschuldigte den 71-Jährigen, das Ansehen und die Stellung der USA im Ausland auf außerordentliche Art und Weise abzuwerten.

In einer dramatischen Rede im Senat sagte Flake, dass die amerikanische Politik sich an ein "rücksichtsloses, unverschämtes und unwürdiges" Verhalten des Weißen Hauses gewöhnt habe. Trump lasse sich auf ein niedriges Niveau herab und werde dafür in Erinnerung bleiben, dem Land die Würde genommen zu haben. Anschließend kündigte Flake an, nicht zur Wiederwahl anzutreten.

Vor zwei Wochen war bereits der Streit zwischen Trump und einem weiteren Republikaner eskaliert. Senator Bob Corker, der verlauten ließ, nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen, nannte Trump einen Lügner, der das Ansehen des Landes in der Welt zerstört habe. Laut Corker habe Trump mit seinem Regierungsstil dazu beigetragen, dass es innerhalb der republikanischen Partei zu einer Spaltung gekommen sei.

"Der Präsident hat in vielen Bereichen große Schwierigkeiten mit der Wahrheit", so Corker zum TV-Sender CNN.

bam



insgesamt 49 Beiträge
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nenntmichishmael 24.10.2017
1. Tja...
... wenn sich nur diejenigen Republikaner trauen, Kritik an Trump zu äußern, die gleich danach ankündigen, ihre politische Karriere zu beenden, dann spielt das dem Spinner im Weißen Haus nur in die Karten...
unumvir 24.10.2017
2.
Es kann den Republikanern mittelfristig nur nützen, wenn die sogenannten RINOs (Republican In Name Only) der Partei den Rücken kehren. Je früher das vor den mid-terms geschieht, desto besser.
seit1958 24.10.2017
3. Zu spät aufgewacht,
oder erkennen jetzt die gewählten Vertreter der Republikaner wen sie aus eigenem Interesse nicht bereit waren zu verhindern? Die Götterdämmerung in Absurdistan ist angebrochen!
Taiga_Wutz 24.10.2017
4. Three tweets high and rising
Der Widerstand wächst auch in den eigenen Reihen. Selbst GWB hat sich nun deutlich zu Wort gemeldet und es werden immer mehr. Es bleibt spannend, aber der Ansehensverlust ist sicher dramatisch. Gottseidank sind die Zeiten so schnelllebig, dass nach Trumps Abgang entsprechend zügig mit Gras über der Sache gerechnet werden darf. Gottseidank für die Amerikaner...
nikklas01 24.10.2017
5. Hoffentlich....
.....haben noch mehr Republikaner den Mut dem Präsidenten die Leviten zu lesen. Auch solche, die sich der Wiederwahl stellen.
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