Atomkonflikt mit Nordkorea Trump sieht leichte Bewegung im Streit mit Pjöngjang

Ungewöhnliche Töne von Donald Trump: Normalerweise poltert der US-Präsident gegen Pjöngjang, droht mit einem Militärschlag. Nun äußert er erstmals auch leise Hoffnung bei der Lösung des Atomkonflikts.
US-Präsident Trump und Südkoreas Präsident Moon Jae In

US-Präsident Trump und Südkoreas Präsident Moon Jae In

Foto: KIM MIN-HEE/POOL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

US-Präsident Donald Trump hat das nordkoreanische Regime aufgefordert, an den Verhandlungstisch zu kommen und einen "Deal" zu machen. Das sagte der Präsident auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Südkoreas Präsidenten Moon Jae In. Bei der Lösung des Atomkonflikts sehe er gewisse Bewegungen, sagte Trump. Auf Details ging er nicht ein.

Der Nordkorea-Konflikt dominiert Trumps fast zweiwöchige Asienreise, die ihn am Mittwoch weiter nach Peking führen wird. Vor seinem Aufenthalt in Südkorea hatte er bereits in Japan Premierminister Shinzo Abe getroffen.

Trump wiederholte auf der Pressekonferenz in Seoul allerdings die Drohung, dass die USA notfalls auch die volle Bandbreite militärischer Mittel einsetzen würden. "Wir haben viele Dinge in Position, von denen wir bei Gott hoffen, dass wir sie nie einsetzen müssen", sagte Trump. Nordkorea sei eine Bedrohung für die ganze Welt, sagte Trump. Millionen unschuldiger Leben seien bedroht.

Südkoreas Präsident sagte, dass die USA und sein Land eine friedliche Lösung des Streits anstrebten. Beide Staatschefs seien einer Meinung, dass der Druck auf die Führung in Pjöngjang verstärkt werden müsse, "bis sie ihr Atomprogramm aufgibt". Die USA und ihre Verbündeten könnten Nordkorea eine "bessere Zukunft" bieten.

Nordkorea hat in den vergangenen Monaten mit wiederholten Raketen- und Atomwaffentests die Weltgemeinschaft und insbesondere die USA herausgefordert. Trump und Kim Jong Un lieferten sich immer wieder heftige Verbalattacken. Im September drohte Trump in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas.

mho/dpa/Reuters
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