Nach Trumps Amtseinführung Spitzenbeamte verlassen US-Außenministerium

Donald Trump stellt seine neue Regierung auf - und muss auf eine Reihe von Spitzendiplomaten verzichten. Offenbar soll das Außenministerium neu ausgerichtet werden.
US-Präsident Trump

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Foto: JONATHAN ERNST/ REUTERS

Noch vor Antritt des designierten US-Außenministers Rex Tillerson sind vier wichtige Führungspersonen des Ministeriums laut Berichten der "Washington Post"  und der Nachrichtenagentur AP zurückgetreten.

Zwei ranghohe Regierungsvertreter sagten CNN, den vier Managern sei gesagt worden, dass ihre Dienste nicht länger benötigt würden. "Niemand tritt zurück oder ergreift voller Abscheu die Flucht", sagte eine der Quellen. "Hier geht es darum, dass das Weiße Haus Hausputz macht".

Personalwechsel in den Ministerien sind nach Wahlen normal. Alle politischen Beamten reichen Rücktrittsgesuche ein, und die neue Administration entscheidet dann, wer bleibt. Das Ausmaß der Abgänge überrascht nun aber. Das Ausscheiden der vier Top-Beamten wurde als größter Verlust institutionellen Wissens im State Department seit Jahrzehnten beschrieben.

Unter anderem waren sie zuständig für die Besetzung Tausender Positionen, die die US-Außenpolitik in aller Welt umsetzen. Die vier haben sowohl unter Republikanern als auch unter Demokraten gedient und praktisch alle relevanten Managementfunktionen des Ministeriums verantwortet.

Die Übergangsphase im Außenministerium gilt als besonders schwierig. Der scheidende Minister John Kerry und andere beklagten öffentlich, die Mannschaft von US-Präsident Donald Trump sei desinteressiert und suche keinen Kontakt.

Der US-Senat muss den Ex-Ölmanager Tillerson, der keine diplomatische oder politische Erfahrung hat, noch bestätigen.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet darüber hinaus einen weiteren prominenten Rücktritt: Mark Morgan, Chef der Grenzschutzbehörde, soll sich ebenfalls zurückgezogen haben. Auch hier sind die Gründe unklar.

kev/sun/AP/dpa
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