Donald Trump 2019 Mit dem Rücken zur Wand

Politische und wirtschaftliche Krisen, Ermittlungen, Widerstand aus den eigenen Reihen: Dem US-Präsidenten steht ein turbulentes Jahr bevor. Er gibt sich kämpferisch, doch seine Optionen schwinden.
Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Houston, Texas

Donald Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung in Houston, Texas

Foto: Eric Gay/ AP

Das alte Jahr endet bitter für US-Präsident Donald Trump. Die Börsen schaudern, sein politischer Rückhalt bröckelt, die Opposition ist erstarkt, der Kreis der Loyalisten schrumpft, die Weltgemeinschaft geht auf Distanz und Russland-Sonderermittler Robert Mueller rückt näher.

Doch nichts symbolisiert dieses vertane Jahr besser als der "Shutdown", der teilweise US-Regierungsstillstand, den Trump mit seiner Forderung nach einer physischen Mauer an der Grenze zu Mexiko forciert hat. Rund 800.000 Staatsdiener beginnen 2019 deshalb ohne Gehalt, während Trump sich im Weißen Haus verbunkert und immer wütendere Tweets absetzt.

Das kommende Jahr dürfte kaum besser werden, im Gegenteil. Zur Amtshalbzeit steht Trump politisch mit dem Rücken zur Wand. Er hat sich aller moderaten - in seinen Augen: bremsenden - Berater entledigt und handelt seither geradezu "entfesselt", wie die "Washington Post" schreibt: noch kompromissloser und impulsiver denn je, im Dauerclinch mit echten wie vermeintlichen "Feinden". Zugleich wird sein Talent, die Wirklichkeit zu vernebeln, mit Lügen, Halbwahrheiten und seiner täglichen Realityshow, aber immer durchschaubarer - also wirkungsloser.

Trumps Optionen schwinden, doch die Gefahren wachsen. "Die letzten zwei Jahre waren nichts im Vergleich zu dem, was ihm in den nächsten zwei Jahren bevorsteht", prophezeit der Republikaner-Stratege Michael Steel in der "New York Times".

Der SPIEGEL zeigt, aus welchen Richtungen Donald Trump im kommenden Jahr Ungemach droht.

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Foto: JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX/Shutterstock
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