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02. Juli 2018, 14:10 Uhr

Gipfel von Trump und Putin

Russland zeigt sich kompromissbereit - außer beim Thema Krim

Wirtschaftssanktionen und der Konflikt in Syrien: Für das geplante Treffen mit Wladimir Putin und Donald Trump stehen heikle Themen auf der Agenda. Um eines soll es aber auf keinen Fall gehen.

In zwei Wochen soll es zum ersten Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kommen. Die Gespräche könnten sich unter anderem um die Konflikte in Syrien und in der Ukraine drehen. Putin zog in der Diskussion dazu jedoch eine rote Linie: Um die Halbinsel Krim solle es bei dem Treffen in Helsinki nicht gehen, sagte der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow.

Die Krim sei ein untrennbarer Teil Russlands, sagte er. Das Thema stehe bei dem Gipfeltreffen nicht auf der Tagesordnung. Bei allen anderen Fragen wolle Putin aber den Kompromiss mit Trump suchen (eine Analyse zu dem Gipfel lesen Sie hier).

Das Spitzentreffen der beiden Staatschefs ist für den 16. Juli geplant. Als Themen hat die US-Regierung die angespannten Beziehungen der beiden Länder zueinander und Fragen der nationalen Sicherheit genannt. Die USA hatten wegen mutmaßlicher Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf und des Vorwurfs von Hacker-Angriffen auf US-Energienetze und die Telekommunikationsinfrastruktur Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt.

Putin und Trump waren sich bereits bei Konferenzen begegnet, ein Gipfeltreffen der beiden steht jedoch aus. US-Sicherheitsberater John Bolton schloss nicht aus, dass Trump bei dem gemeinsamen Treffen in Helsinki die Wiederaufnahme Russlands in die Gruppe der sieben führenden Industriestaaten (G7) und damit die Neuauflage der G8 ansprechen wolle. In einem Interview mit dem US-Sender CBS hielt Bolton zuletzt auch eine Anerkennung der Krim-Annexion durch die USA für möglich.

vks/Reuters

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