Grenzmauer zu Mexiko US-Regierung ordert Prototypen aus Beton

Die Finanzierung ist noch längst nicht geklärt, dafür sollen nun schon einmal Modelle entstehen: Die US-Regierung hat vier Firmen beauftragt, ihre Version einer Grenzmauer zu Mexiko zu bauen. Pläne gibt es bereits.
Zaun an der Grenze zwischen USA und Mexiko

Zaun an der Grenze zwischen USA und Mexiko

Foto: Justin Sullivan/ Getty Images

Die US-Regierung hat aus zahlreichen Bewerbungen vier Firmen ausgesucht, die Modelle für eine Grenzmauer zu Mexiko bauen sollen. Die ersten Prototypen sollen aus Beton gefertigt werden, bis zu neun Metern hoch und zehn Meter lang werden, heißt es in einer Erklärung der US-Grenzschutzbehörde CBP . Später sollen weitere Modelle hinzukommen, die aus anderen Materialen gefertigt sind.

Die ausgewählten Firmen - alle mit Sitz in den USA - hatten an einer im März gestarteten Ausschreibung teilgenommen. Sie sollen ihre Prototypen im Herbst in der Region von San Diego in Kalifornien errichten, die Kosten liegen zwischen 400.000 und 500.000 Dollar pro Mauerabschnitt. Das sind umgerechnet bis zu 420.000 Euro.

In einer gesonderten Ausschreibung hatte die US-Regierung dazu aufgerufen, Prototypen aus anderen Materialien als Beton anzubieten. Das Ergebnis dieser Ausschreibung soll kommende Woche vorgestellt werden.

Der Bau einer Mauer an der 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko ist eines der zentralen Wahlversprechen Donald Trumps. Der US-Präsident brachte schon eine Stahlmauer mit Öffnungen ins Spiel, außerdem die Ausstattung mit Solarzellen. Allein die Finanzierung für das Projekt fehlt: Insgesamt dürfte das Projekt mehr als 20 Milliarden Dollar kosten. Trump will den Großteil der Kosten Mexiko auferlegen, was die dortige Regierung kategorisch ablehnt.

Trump fordert vom US-Kongress die Bereitstellung von Mitteln für die Mauer im neuen Haushalt. "Und wenn wir die Regierung schließen müssen - wir werden diese Mauer bauen", sagte er jüngst vor Anhängern in Phoenix. Mehr über diesen gefährlichen Streit zwischen Trump und dem Kongress lesen Sie hier.

aar/dpa/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.