US-Vorwahlen Trump gewinnt in allen fünf Bundesstaaten, Clinton in vier

In fünf Bundesstaaten haben US-Bürger gewählt - und in allen liegt Donald Trump laut Medienberichten vorn. Bei den Demokraten holt Hillary Clinton wichtige Siege.

REUTERS

Ersten Hochrechnungen von US-Medien zufolge hat der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump die Vorwahlen in den fünf Bundesstaaten Connecticut, Maryland, Pennsylvania, Rhode Island und Delaware für sich entschieden. Damit hängt er seine Parteirivalen Ted Cruz und John Kasich im Rennen um die Kandidatur weiter ab.

Bei den Demokraten konnte Hillary Clinton laut US-Medien in Maryland, Delaware, Pennsylvania und Connecticut siegen. Wie unter anderem CNN und Fox News berichten, setzte sich die Ex-Außenministerin vor ihrem Konkurrenten Bernie Sanders durch. Der Senator gewann demnach in Rhode Island.

Trump und Clinton waren als Favoriten in die Vorwahlen vom Dienstag gestartet. Bei den Republikanern ging es in den fünf Staaten an der US-Ostküste um insgesamt 118 Delegiertenstimmen, bei den Demokraten um 384. Besonders wichtig waren dabei Maryland und Pennsylvania - in beiden Staaten liegt Clinton vor Sanders. Ihre Kandidatur wird damit immer wahrscheinlicher.

Vor Anhängern in Philadelphia hielt Clinton ihre Siegesrede. Dabei lobte sie unter anderem ihren Konkurrenten und wandte sich an dessen Anhänger: "Egal, ob ihr Senator Sanders oder mich unterstützt: Es gibt mehr, was uns verbindet, als was uns trennt."

Für Sanders dürfte der Druck in den kommenden Tagen wachsen. Er liegt im Vorwahlkampf deutlich hinter Clinton. Vor Bekanntwerden der jüngsten Wahlergebnisse hatte der Senator bereits angekündigt, auf jeden Fall bis zum Parteitag der Demokraten im Sommer im Rennen zu bleiben. Über die künftige Ausrichtung seiner Kampagne wolle er noch am Mittwoch gemeinsam mit seinem Team beraten, berichtete die "New York Times".

Bei den Republikanern ist Trump der einzige Bewerber, dem es vor dem Parteitag im Juli noch gelingen kann, die für die Kandidatur erforderlichen 1237 Delegiertenstimmen zu bekommen. Cruz und Kasich wollen das verhindern und arbeiten dafür zusammen: Bei den kommenden Vorwahlen in Oregon und New Mexico soll der laut Umfragen Schwächere dem das Feld überlassen, dessen Chancen besser sind.

Trump sagte während seiner Siegesrede in New York, Cruz und Kasich hätten sich mit ihrem Deal keinen Gefallen getan. Sich selbst nannte er einen klugen Menschen und den "mutmaßlichen Kandidaten" der Republikaner im Rennen um das Weiße Haus.

Hier sehen Sie eine Videoanalyse zum Cruz-Kasich-Deal:

SPIEGEL ONLINE
Ergebnisse der US-Vorwahlen

aar/Reuters/dpa/AP

insgesamt 42 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
gandhiforever 27.04.2016
1. Gott hat gesprochen
Dabei handelt es sich um Ted Cruz' Gott. Der hat in CT ein klares Wort gesprochen, dort hat sich die Mehrheit der Evangelikalen fuer Trump ausgesprochen. Und CT wird nicht der letzte Bundesstaat sein, in dem sich die Gotthoerigen gegen Cruz und fuer Trump entscheiden. Wenn Cruz wirklich an seinen Gott glaubt, dann muesste er nun dessen Botschaft akzeptieren und aufgeben. Ich geh allerdings davon aus, dass das nicht der Fallo sein wird, Cruz wird sicher dafuer eine andere Erklaerung seines Gottes erfinden.
worldalert11 27.04.2016
2. Was soll für Trump noch schiefgehen?
Trump gewinnt 5 Bundestaaten, überall mit 60% und mehr, seine beiden Gegner keinen einzigen. Das ist ziemlich erbärmlich. Besonders für Kasich, der vorher noch meinte, er könnte an der Ostküste punkten. Wenn beide jetzt Deals machen wollen, wer wo nicht antreten wird, dann wird das wieder nach hinten losgehen. Kasich und Cruz könnten gegensätzlicher nicht sein. Sie brauchen ein alternatives Programm zu dem Populisten Donald Trump, keine Kungelei, aber dafür dürfte es zu spät sein. Witzig auch, dass in den Medien jetzt normale Fotos von Trump zu sehen sind, keine Grimassen mehr.
Ultras 27.04.2016
3. Erbärmlich
Das Bündnis Cruz-Kasich zeigt nur eines: Die Angst der Super-PACs vor Trump. Es ist eine Farce, dass der selbsternannte "Liberale" Kasich sich mit dem schlimmsten Hardliner verbündet, den die Republikaner in jüngerer Zeit hervorgebracht haben, um einem weniger Radikalen die Kandidatur doch noch unmöglich zu machen. Genau solche Manöver sind der Grund, warum die amerikanische Bevölkerung die Nase voll hat vom Establishment und in der Folge Trump wählt.
lapetrovna 27.04.2016
4. Ohgott ohgottohgott....
New Zealand ruft! Seine Mutter, Maryann McLeod, ausgewandert von Outer Hebrides, Insel Harris (?) haette uns allen einen grossen Gefallen getan, den kleinen Donald wieder heimzubringen....Angeheuert als juengstes Mitglied auf einem Fischerboot, und eingeladen von der Besatzung, wie auf einem Piratenschiff .....Please go for a long walk on a short plank.....
tailspin 27.04.2016
5. Popcorn
Ich freue mich schon tierisch auf das Duell Clinton-Trump. Diese Show wird unbezahlbar. Zumal es ein paar historische Videos von der Clinton gibt, die Trump phantastisch in einen Wahlkampf Spot einarbeiten kann, um die Stimmung anzuheizen. Zum Bleistift Clintons stolz vorgetragene Ausserung, sie bekomme ihre Marschrichtung vom Council of Foreign Affairs (CFR) mitgeteilt. http://www.activistpost.com/2016/01/hillary-clinton-brags-about-getting-her-marching-orders-from-the-cfr.html Oder der, in dem sie als junge Anwaeltin ihre hoechst umstrittene Taktik erlaeuterte, mit der sie den mutmasslichen Vergewaltiger einer 12-Jaehrigen wegen einer Technikalitaet frei gekriegt tat. Wobei sie gleichzeitig mit Unterstellungen die Glaubwuerdigkeit des Opfers unterminierte. http://www.dailymail.co.uk/news/article-2658801/I-never-trusted-polygraph-Hillary-Clinton-LAUGHS-recalls-helped-suspected-child-rapist-walk-free-prosecution-lost-crucial-evidence.html
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.