Reaktion auf Rohanis Rede Trump droht Iran mit schlimmsten Konsequenzen

Die USA erhöhen den Druck auf Iran: Nachdem Hassan Rohani mit "der Mutter aller Schlachten" gedroht hatte, schießt Donald Trump via Twitter zurück. Zudem wirbt sein Außenminister um internationale Unterstützung für den harten Kurs.
Donald Trump

Donald Trump

Foto: Carolyn Kaster/ AP

US-Präsident Donald Trump hat sich via Twitter an den iranischen Präsidenten Hassan Rohani gewandt und ihn in Großbuchstaben gewarnt: "Bedrohen Sie niemals wieder die USA, oder Sie werden Konsequenzen zu spüren bekommen, die nur wenige in der Geschichte jemals zu spüren bekommen haben." Die USA seien kein Land mehr, das "Ihre wahnsinnigen Worte von Gewalt und Tod hinnehmen wird", schrieb Trump weiter. Seinen Tweet beendete er mit der Warnung: "Seien Sie vorsichtig!"

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Trump reagierte damit auf eine Drohung Rohanis. Der iranische Staatschef hatte den USA am Sonntag bei einer im Fernsehen übertragenen Rede in Teheran mit der "Mutter aller Schlachten" gedroht. "Der Frieden mit Iran wäre die Mutter allen Friedens, und Krieg mit Iran wäre die Mutter aller Schlachten." Rohani hatte sich auch direkt an Trump gerichtet: Er erkläre Krieg und behaupte dann, das iranische Volk unterstützen zu wollen. "Sie können nicht das iranische Volk aufhetzen, entgegen seiner eigenen Sicherheit und seinen eigenen Interessen." Rohani warnte, die USA sollten nicht mit dem Feuer spielen, dies könnten sie "für immer bereuen".

Im Mai hatte Trump den Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit Iran verkündet. Seitdem nehmen die verbalen Drohungen zwischen den Regierungen in Washington und Teheran zu.

US-Außenminister Pompeo wirbt für harten Kurs gegen Iran

Die USA werben nun auch verstärkt um internationale Unterstützung für ihren harten Kurs gegen die Islamische Republik. Man bemühe sich vor allem darum, Länder im Mittleren Osten sowie Europa davon zu überzeugen, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran zu erhöhen, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Sonntagabend bei einer Rede in Los Angeles.

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Die seit Dezember anhaltenden Proteste in Iran wertete er als die "längsten und energischsten" seit 1979, als nach dem Sturz des Schahs die Islamische Republik gegründet wurde. Die Iraner wollten mit Würde, Verantwortung und Respekt regiert werden, sagte Pompeo während seiner Rede in der Ronald-Reagan-Stiftung. Ein Ziel sei es, die Ölexporte der Islamischen Republik bis zum 4. November weitestmöglich auf Null zu drücken.

Die Proteste in Iran wenden sich unter anderem gegen Korruption, Unterdrückung der Frauen und religiöser Minderheiten, Knappheit von Wasser und anderer Ressourcen. Auf die Straße gingen all jene Gruppen, die vom "revolutionären Regime" schlecht behandelt würden, sagte Pompeo.

aar/dpa/AFP
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