Ärger über Berichterstattung Donald Trump boykottiert Fox News

"Fox News hat mich sehr unfair behandelt": Weil ihm die Berichterstattung über seinen Wahlkampf nicht passt, will US-Präsidentschaftsbewerber Trump nicht mehr bei dem Sender auftreten. Der nimmt's gelassen.

Trump bei einer Rede in Iowa: "Ausgelutscht und ermüdend"
AP/dpa

Trump bei einer Rede in Iowa: "Ausgelutscht und ermüdend"


Fox News ist der meistgesehene Nachrichtensender der USA. Ausgerechnet ihm verweigert Präsidentschaftsbewerber Donald Trump nun die Zusammenarbeit - weil ihm die Berichterstattung über seinen Wahlkampf nicht gefällt.

"Fox News hat mich sehr unfair behandelt, deswegen habe ich mich dazu entschlossen, erst einmal nicht mehr bei dem Sender aufzutreten", twitterte der Republikaner-Kandidat.

Trump hat bereits seit der ersten TV-Debatte im August Ärger mit Fox News. Damals hatte sich der Politiker abfällig über Moderatorin Megyn Kelly geäußert. Ihm wurde vorgeworfen, eine Anspielung auf Menstruationsblutungen gemacht zu haben, was Trump zurückwies.

Auch gegen die 44-Jährige hat Trump nun erneut gewettert - ebenfalls auf Twitter: "Ist euch aufgefallen, dass das Leichtgewicht Megyn Kelly ständig auf mich losgeht? Aber wenn ich zurückschlage, ist es dann total sexistisch", schrieb er. "Sie wird völlig überbewertet!"

Eine Sprecherin von Fox News bezeichnete Trumps Verhalten als "ausgelutscht und ermüdend". Immer wenn er seinen Willen nicht bekommen habe, hätte Trump die Moderatoren und Journalisten des Senders persönlich angegangen, sagte sie. Seinen Boykott hätte Trump bekannt gegeben, nachdem der Sender seinen Auftritt in der Serie "The O'Reilly Factor" abgesagt hatte.

Am 8. November 2016 wird in den USA ein neuer Präsident gewählt. Amtsinhaber Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Republikaner und Demokraten bestimmen ab Anfang kommenden Jahres in Vorwahlen ihre Kandidaten. In aktuellen Umfragen liegt Trump bei den Republikanern derzeit vorn.

kry/AP



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