Streit über US-Grenze Trump will Hilfszahlungen an Zentralamerika streichen

Betroffen sind Guatemala, El Salvador und Honduras: Die USA wollen Hilfszahlungen an drei zentralamerikanische Länder streichen. US-Präsident Donald Trump wirft ihnen Untätigkeit bei der Eindämmung von Migration vor.

Donald Trump
MICHAEL REYNOLDS/EPA-EFE/REX

Donald Trump


Auf Anweisung von Außenminister Mike Pompeo würden die Hilfsprogramme für El Salvador, Guatemala und Honduras aus den Haushaltsjahren 2017 und 2018 beendet, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums: Die USA wollen Hilfszahlungen an drei zentralamerikanische Länder streichen. US-Präsident Donald Trump wirft ihnen Untätigkeit bei der Eindämmung von Migration vor.

Das Haushaltsjahr 2018 endete bereits vor Monaten. Die Streichungen würden fast 500 Millionen US-Dollar betreffen sowie weitere Millionen, die vom vorherigen Haushaltsjahr noch übrig seien, schreibt die "Washington Post". In den vergangenen zwei Jahren stellten die USA insgesamt 1,3 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Euro) Entwicklungshilfen für Zentralamerika bereit, vor allem für die drei genannten Länder.

Präsident Trump beschuldigt die Regierungen der zentralamerikanischen Länder, wegzuschauen, während "Karawanen" von Einwanderern sich auf den Weg in Richtung USA machen. Im Dezember hatten sich die USA und Mexiko noch auf ein großes Investitionsprogramm für das sogenannte nördliche Dreieck Zentralamerikas geeinigt, um die Migration einzudämmen.

Am Samstag hatte Trump gedroht, kommende Woche große Teile der US-mexikanischen Grenze zu schließen, wenn Mexiko nicht Schritte unternehme, um die Migration einzudämmen. Über die Grenze sind in den vergangenen Jahren Zehntausende aus El Salvador, Guatemala und Honduras vor Armut und Gewalt geflohen.

eth/ AFP

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.