Schlüsselfigur im Handelsstreit mit China Trump verliert wichtige Wirtschaftsberaterin

Kelly Ann Shaw bereitete für die US-Regierung G7- und G20-Gipfel vor und beriet Präsident Trump im Handelsstreit mit China. Jetzt verlässt sie ihren Posten nach weniger als einem Jahr - die Nachfolge ist noch unklar.

Donald Trump: Der US-Präsident hatte zuletzt eine "partielle Einigung" mit China verkündet
AP Photo/Pablo Martinez Monsivais

Donald Trump: Der US-Präsident hatte zuletzt eine "partielle Einigung" mit China verkündet


Kelly Ann Shaw ist eine der wichtigsten Beraterinnen im Wirtschaftsteam von US-Präsident Donald Trump - aber nicht mehr lange. Shaw wird ihren Posten am Freitag räumen. Sie werde stattdessen einen Posten in der Privatwirtschaft übernehmen, teilte das Weiße Haus mit.

"Es schien mir einfach der richtige Zeitpunkt zu gehen", sagte Shaw der Nachrichtenagentur Reuters. Sie habe zehn Jahre für die US-Regierung gearbeitet, obwohl es ursprünglich nur drei sein sollten, und sei nun "bereit für mein nächstes und neues Abenteuer." Weitere Details wollte sie nicht nennen.

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Shaw bereitete für die US-Regierung wichtige internationale Treffen wie G7- und G20-Gipfel vor und beriet Trump im Handelsstreit mit China. Die Vereinbarung, die sich zuletzt zwischen den beiden Ländern angedeutet hat, wird Shaw nicht mehr als Beraterin erleben. "Ich habe äußerst fähige Kollegen, die jetzt die Zügel übernehmen", sagte die scheidende Beraterin.

Nachfolge noch unklar

Sie hatte erst Anfang dieses Jahres die Nachfolge von Clete Willems als stellvertretende Assistentin des Präsidenten für internationale Wirtschaftsangelegenheiten und stellvertretende Direktorin des Nationalen Wirtschaftsrates angetreten.

Der Vorsitzende des Wirtschaftsrats, Larry Kudlow, dankte Shaw in einer Mitteilung für ihre "Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Handels- und Wirtschaftsagenda" der US-Regierung und sagte, man werde sie vermissen. Zur Nachfolge Shaws wollte Kudlow keine Angaben machen.

mes/Reuters

insgesamt 24 Beiträge
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DietrichHorstmann 23.10.2019
1. Da wüßte ich gerne mehr
welche wirtschafts- und handelspolitische Linie hat sie denn verfolgt ?
tadano 23.10.2019
2.
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.
Zündkerze 23.10.2019
3. es würde mich interessieren
ob es so etwas wie eine Statistik für die Präsidenten gibt, wie viele Regierungsmitarbeiter und auch Minister in einer Amtszeit vorzeitig aus eigenem Willen den Job geschmissen haben. Nicht das das eine Aussagekraft in Bezug auf eine gute Arbeit in diesem Amt hätte, es würde aber etwas über den Präsidenten und seine Führungsqualitäten aussagen. Jemand, der ständig sein Team umstellt oder noch schlimmer, umstellen muß, der würde hier noch nicht einmal Trainer einer Fußball Elf.
kuac 23.10.2019
4.
Zitat von DietrichHorstmannwelche wirtschafts- und handelspolitische Linie hat sie denn verfolgt ?
Es ist viel wichtiger zu wissen, welche handelspolitische Linie Trump verfolgt? Auf Beratungen legt er sowieso keinen Wert. Nur Unwissende brauchen Beratung. Trump schaut ständig Fox News und ist damit auch bestens beraten!
klardenkendermensch 23.10.2019
5. Trump ist größte Katatrophe für die Freiheit
Die US-Regierung unter Trump wird immer unfähiger und inkompetenter, dabei wird noch vergessen, dass viele Posten gar nicht oder nur mit vom Kongress nicht bestätigten Leuten besetzt sind. Gleichzeitig teilen China und Russland die Welt unter sich aus, denn Europa verschläft dies im Streit nationaler Regierung bzw. dem Brexitchaos. Trump ist wirklich die größte Katastrophe für die freie Welt mindestens seit dem 2. Weltkrieg.
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