Lindsey Graham Trump-Vertrauter fordert Überdenken von Rückzug aus Syrien

Der IS drohe, erneut zu erstarken - die Kurden würden "massakriert": Der republikanische Senator Lindsey Graham hat an US-Präsident Trump appelliert, den Abzug der US-Truppen aus Syrien zu überdenken.

Lindsey Graham
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Der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham hat US-Präsident Donald Trump aufgefordert, den beschlossenen Rückzug von 2000 Soldaten aus Syrien zu überdenken. Im Fernsehsender CNN sagte Graham, die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) sei noch nicht besiegt. Es müsse sichergestellt werden, dass sie "niemals" zurückkehre. Er werde an Trump appellieren, darüber mit seinen Generälen zu beraten.

Graham hatte Trumps Entscheidung zuvor bereits als "großen Fehler" bezeichnet. Wenn die US-Truppen jetzt abzögen, würden die Kurden "massakriert", sagte der Senator. Und "wenn wir die Kurden im Stich lassen und sie massakriert werden, wer wird uns künftig helfen?", fügte er hinzu. Der frühere Kritiker Trumps, der jetzt als sein Vertrauter gilt, warnte außerdem davor, Syrien den Iranern zu "übergeben". Nach seinen Worten wäre das für Israel ein "Albtraum".

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Der angekündigte US-Rückzug könnte ein Machtvakuum vor allem im Norden Syriens hinterlassen. Dort sind kurdische Milizen aktiv, welche die Regierung in Damaskus aus Furcht vor einer türkischen Offensive nach dem geplanten Abzug der US-Truppen um Hilfe gebeten haben. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) hatten den IS bislang mit Unterstützung des US-Militärs bekämpft. Türkische Truppenverbände halten bereits Teile Nordsyriens besetzt - und könnten ihren Einflussbereich in Syrien nach dem Rückzug der USA weiter ausweiten.



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