Kontakte zu Russland Trumps Ex-Wahlkampfchef wurde offenbar monatelang abgehört

Bis kurz vor der Wahl leitete er Donald Trumps Kampagne: Paul Manafort wurde laut einem CNN-Bericht seit 2014 vom FBI überwacht. Er soll Russland ermutigt haben, in den Wahlkampf einzugreifen.

Paul Manafort
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Paul Manafort


Der frühere Wahlkampfmanager von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist laut einem CNN-Bericht monatelang heimlich von den Behörden abgehört worden. Manaforts Gespräche seien auf Grundlage einer geheimen Gerichtsanordnung bis mindestens Anfang dieses Jahres mitgeschnitten worden, berichtete der US-Nachrichtensender. Unklar sei, ob auch Gespräche mit Trump abgehört worden seien.

Manafort hatte Trumps Wahlkampf von Juni bis August 2016 geleitet. Unter Berufung auf drei Quellen berichtete CNN, die abgehörten Gespräche hätten bei den Ermittlern den Verdacht genährt, dass Manafort Russland ermutigt habe, zugunsten von Trump in den Wahlkampf einzugreifen. Zwei der Quellen gaben demnach allerdings an, dass die Beweise nicht ausreichend gewesen seien.

Dem Bericht zufolge hatten die Behörden Manafort erstmals 2014 überwacht. Dies sei im Rahmen von Ermittlungen der Bundespolizei FBI geschehen, bei der es um die Arbeit von in Washington ansässigen Beraterfirmen für die damalige Regierungspartei in der Ukraine gegangen sei. Aus Mangel an Beweisen sei die Überwachung 2016 eingestellt worden.

Auf Grundlage einer neuen Anordnung sei die Überwachung aber wieder aufgenommen und bis mindestens Anfang 2017 fortgesetzt worden, berichtete CNN. Die zweite richterliche Anordnung wurde demnach im Zusammenhang mit FBI-Ermittlungen wegen Russland-Kontakten von Trumps Team ausgestellt.

Manafort soll von Janukowytsch-Partei Millionen kassiert haben

Die Affäre um die mutmaßlichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den Wahlkampf und eine mögliche Verwicklung des Trump-Teams in diese Interventionen setzt dem Präsidenten seit seinem Amtsantritt im Januar schwer zu. Sie wird von mehreren Kongressausschüssen sowie einem vom Justizministerium eingesetzten Sonderermittler untersucht.

Vor Manaforts Rücktritt als Trumps Wahlkampfleiter waren mutmaßliche dubiose Geldflüsse an ihn aus dem Umfeld des ukrainischen Ex-Präsidenten und Kreml-Verbündeten Wiktor Janukowytsch an Manafort bekannt geworden. Der Politik- und Wirtschaftslobbyist Manafort hatte einst in der Ukraine als Berater prorussischer Kräfte angeheuert. Nach ukrainischen Angaben soll er von der Janukowytsch-Partei womöglich Millionensummen über dunkle Kanäle kassiert haben.

Trump hatte seinem demokratischen Amtsvorgänger Barack Obama vorgeworfen, er habe während des US-Wahlkampfs heimlich Gespräche in seinem Trump Tower in New York abhören lassen. Belege für seine Vorwürfe blieb der Republikaner schuldig. Das US-Justizministerium erklärte Anfang des Monats, es gebe keine Beweise für derartige Lauschangriffe.

cte/AFP

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insgesamt 19 Beiträge
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Seite 1
ronald1952 19.09.2017
1. Schon zu Hoovers Zeiten
hörte der FBI ab, Legal oder auch nicht. Daran hat sich wohl kaum etwas verändert. Ist wie bei uns, man hat die Behörden nicht unter der nötigen Kontrolle. schönen Tag noch,
HeisseLuft 19.09.2017
2. Man darf sich wieder amüsieren
Zitat von ronald1952hörte der FBI ab, Legal oder auch nicht. Daran hat sich wohl kaum etwas verändert. Ist wie bei uns, man hat die Behörden nicht unter der nötigen Kontrolle. schönen Tag noch,
Ja, ganz schlimm, finsteres FBI. Und jetzt hat es einfach so auf einen richterlichen Beschluss hin eine Abhöraktion durchgeführt. Wirklich finster. Wer war der Richter? Vielleicht ein voreingenommener Mexikaner? Von den Clintons bezahlt? Wurde das schon überprüft? /Sarkasmus Ende
cipo 19.09.2017
3.
Aha, und warum hat der damalige FBI-Chef Comey der Clinton-Kampagne dann auf der Zielgeraden den Teppich unter den Füßen weggezogen und so zu Trumps Sieg zumindest beigetragen?
Atheist_Crusader 19.09.2017
4.
Wenn das nur eine Verschwörung der Demokraten gewesen wäre, dann hätte Comey wohl kaum kurz vor der Wahl nochmal die Untersuchungen bezüglich Clintons eMails eröffnet.
egoneiermann 19.09.2017
5.
Das FBI war bestimmt noch nie ein guter Freund der Demokraten. Zu behaupten Clinton stecke hinter dem Ganzen ist lächerlich. Interessant sind aber die Ukraine-Connections des Trump-Umfeldes. Da wird langsam klar, was sich Putin von Trump erhoffte, Russland aus der Isolation ob der Krim-Annexion zu holen. Das dürfte alles noch sehr spannend werden, es fehlt noch etwas Sex, dann wäre es ein gutes Drehbuch.
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