US-Wirtschaft Trump warnt Firmen vor Abwanderung ins Ausland

Donald Trump hat US-Firmen, die ins Ausland fortziehen wollen, mit Sanktionen gedroht. Unternehmen werden die USA "nicht ohne Folgen verlassen", sagte der künftige US-Präsident bei einem Fabrikbesuch.

Donald Trump
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Mit klaren Worten hat Donald Trump US-Firmen vor der Verlagerung von Jobs ins Ausland gewarnt. "Unternehmen werden die Vereinigten Staaten nicht mehr ohne Konsequenzen verlassen", sagte der designierte US-Präsident am Donnerstag in Indianapolis bei einem Auftritt im Werk des Klimaanlagenbauers Carrier. Allerdings machte er auch deutlich, Konzerne vor allem mit Deregulierung und niedrigeren Steuern im Land halten zu wollen.

Trump befindet sich auf einer Tour, bei der er sich für seinen Wahlsieg gegen Hillary Clinton bedanken möchte. Die Fabrik im US-Bundesstaat Indiana besuchte er gemeinsam mit seinem Vize Mike Pence, um den Erhalt von Arbeitsplätzen bei Carrier zu verkünden, die das Unternehmen eigentlich ins Niedriglohn-Nachbarland Mexiko hatte auslagern wollen. "Sie haben nachgebessert und werden nun mehr als 1100 Leute hier behalten", sagte Trump vor der versammelten Belegschaft. Zuvor war von knapp tausend Jobs die Rede gewesen.

Die Überzeugungsarbeit hatte allerdings ihren Preis. Laut US-Medien wurden dem Carrier-Mutterkonzern Steuervergünstigungen in Höhe von sieben Millionen Dollar versprochen. Auch über Regierungsaufträge wird spekuliert - das Verteidigungsministerium ist ein wichtiger Kunde des US-Großkonzerns. Carrier hatte im Februar angekündigt, 1400 Stellen nach Mexiko zu verlagern. Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, all diese Jobs zu retten.

mkl/dpa/AFP



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