"Stahlmauer mit Öffnungen" Trump spezifiziert Pläne zum Mauerbau

Donald Trump hat erklärt, wie er sich die Mauer zwischen den USA und Mexiko vorstellt. Sie soll durchsichtig sein - damit sich Beamte vor schweren Säcken mit Drogen schützen können.
Mauer zwischen den USA und Mexiko

Mauer zwischen den USA und Mexiko

Foto: GUILLERMO ARIAS/ AFP

US-Präsident Donald Trump will die von ihm gewünschte Grenzmauer nach Mexiko durchsichtig gestalten. Grenzbeamte müssten auf die andere Seite blicken können, sagte Trump nach einer vom Weißen Haus veröffentlichten Zusammenfassung eines Gesprächs mit Journalisten. Die Unterhaltung hatte an Bord der Air Force One auf dem Flug nach Frankreich stattgefunden.

Die Beamten müssten sehen können, wenn mexikanische Kriminelle 30 Kilogramm schwere Säcke mit Drogen über die Mauer werfen, sagte der US-Präsident. "So verrückt das klingt", fügte er hinzu. "Wenn dich die Dinger am Kopf treffen? Dann ist es vorbei."

Trump hatte noch im Januar kurz vor seiner Amtsübernahme erklärt: "Es wird kein Zaun, es wird eine Mauer." Jetzt sagte er: "Es könnte eine Stahlmauer mit Öffnungen werden." Fachleute hatten jedoch schon länger erklärt, dass ein Zaun an vielen Stellen die bessere Lösung sei. Trump hielt auch an seinem Vorschlag fest, die Mauer mit Solarzellen auszustatten, um Energie zu erzeugen. Dies habe er nicht als Witz gemeint.

Die Mauer müsse aber nicht durchgehend über den gesamten Grenzverlauf gehen, weil in vielen Bereichen auch natürliche Grenzen den Zweck erfüllten. "Wir haben Berge. Und wir haben Flüsse, die gewaltig und brutal sind." Der Präsident sprach davon, dass die USA an der mexikanischen Grenze eine Mauer mit einer Länge von 700 bis 900 Meilen (etwa 1127 bis 1448 Kilometer) benötige. Aktuell gibt es bereits auf einer Strecke von 650 Meilen (1046 Kilometer) Zäune und Barrieren. Diese müssten laut Trump ersetzt oder repariert werden.

aev/dpa
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