Schweigegeldaffäre Trump soll sich auch noch als Präsident mit dem Fall Stormy Daniels befasst haben

Die Pornodarstellerin Stormy Daniels soll eine Affäre mit Donald Trump gehabt haben. Nun berichtet das "Wall Street Journal", dass Trump sie nicht nur mit Geld zum Schweigen bringen wollte.

Stormy Daniels
AFP

Stormy Daniels


US-Präsident Donald Trump wird seit Langem vorgeworfen, 2006 eine Affäre mit der Pornodarstellerin Stormy Daniels gehabt und ihr 2016 dafür Schweigegeld gezahlt zu haben. Nun berichtet das "Wall Street Journal" ("WSJ") Trump habe versucht, Daniels mit einer einstweiligen Verfügung am Veröffentlichen von Details über die angebliche Affäre zu hindern.

Daniels (39) heißt mit bürgerlichem Namen Stephanie Clifford. Sie behauptet, 2006 mit Trump Sex gehabt zu haben - kurz nachdem dessen Frau Melania den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht hatte.

An diesem Dienstag veröffentlichte Daniels ein Buch zu der Affäre. Trump bestreitet eine sexuelle Beziehung zu Daniels.

Kurz vor der US-Wahl 2016 soll Trumps damaliger Anwalt Michael Cohen Schweigegeld in Höhe von 130.000 Dollar an Daniels gezahlt haben. Dies ist schon lange bekannt.

Nun berichtet jedoch das "WSJ" unter Berufung auf Insider, Trump habe seinen damaligen Anwalt Cohen im Februar dieses Jahres persönlich mit der Angelegenheit beauftragt. Demnach erfuhr Trump kurz zuvor von Daniels' Plan, trotz der Schweigevereinbarung von 2016 in einem Interview über ihr Verhältnis zu Trump reden zu wollen. Das heißt: Trump soll sich auch noch als Präsident mit der Angelegenheit befasst haben.

Cohen sollte dem Bericht des "WSJ" zufolge sein Vorgehen mit dem Präsidentensohn Eric Trump sowie mit dem Anwalt Lawrence Rosen koordinieren, der die Trump-Organisation bereits in anderen Angelegenheiten vertreten hatte. Dies widerspricht früheren Angaben, wonach Cohen unabhängig handelte und das Schweigegeld als Privatmann an Daniels zahlte. Ein Trump-Anwalt wollte sich nach Angaben des Blatts nicht zu dem Bericht äußern.

Im August bekannte sich Cohen vor einem Gericht in New York schuldig und sagte aus, er habe das Schweigegeld im Auftrag Trumps gezahlt und die Summe später zurückbekommen.

mal/dpa



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