Konflikt mit Iran Trump zu Gesprächen mit Rohani bereit

Zuckerbrot und Peitsche im Umgang mit Iran: Er sei zu Gesprächen mit seinem iranischen Amtskollegen Rohani bereit, sagte US-Präsident Trump in einem TV-Interview. Zugleich weist er auf die Möglichkeit eines Militärschlags hin.

Donald Trump: "Ich würde viel lieber reden."
Charly Triballeau/Getty Images

Donald Trump: "Ich würde viel lieber reden."


Im Konflikt mit Iran hat US-Präsident Donald Trump erneut seine Gesprächsbereitschaft betont. In einem Interview mit dem britischen Fernsehsender ITV während seines Besuchs in London sagte Trump, dass er ein Gespräch mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani einer militärischen Auseinandersetzung vorziehen würde: "Natürlich, ich würde viel lieber reden."

Gleichzeitig wies Trump auf eine militärische Option hin: "Es gibt immer die Möglichkeit. Will ich das? Nein." Die Option bestehe aber weiter.

Trump hatte schon vor einer Woche während eines Besuchs in Japan Gesprächsbereitschaft mit Iran signalisiert: "Ich denke, dass der Iran gerne reden würde, und wenn der Iran gerne reden würde, würden wir auch gerne reden", sagte Trump. Er deutete dabei an, dass Japans Ministerpräsident Shinzo Abe dabei eine Vermittlerrolle spielen könnte.

Die Spannungen zwischen Washington und Teheran hatten zuletzt stark zugenommen. Unter Verweis auf eine Bedrohung durch den Iran und pro-iranische Milizen verstärkte Washington seit Anfang Mai seine Militärpräsenz in der Golfregion. US-Präsident Donald Trump will Iran mit seiner Strategie des "maximalen Drucks" zu neuen Verhandlungen über dessen Atomprogramm und Regionalpolitik zwingen.

asa/Reuters



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