Trump zu Nordkorea "Wir werden sehen, was passiert"

US-Präsident Trump will den Nordkorea-Konflikt gemeinsam mit China lösen. Wie er das machen will, verrät er nicht. Stattdessen gibt es überraschendes Lob für die Machthaber in Peking.
Nordkoreanische Rakete

Nordkoreanische Rakete

Foto: STR/ AFP

Im Konflikt um die nordkoreanischen Raketenstarts geht Donald Trump einen Schritt auf China zu. Die USA und China arbeiteten zusammen am "Nordkorea-Problem", schrieb Trump auf Twitter.

Wörtlich schrieb er: "Warum sollte ich China als Währungsmanipulator bezeichnen, wenn sie mit uns am Nordkorea-Problem arbeiten? Wir werden sehen, was passiert!"

Trump hatte die Chinesen zunächst als Kandidat, später als US-Präsident immer wieder kritisiert: Er warf dem Land vor, die eigene Währung künstlich abzuwerten. Wiederholt drohte er mit Strafzöllen.

Seit seinem Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping Anfang April hat der US-Präsident seine Meinung jedoch offenbar grundlegend geändert und schlägt insbesondere in der Nordkorea-Politik einen chinafreundlicheren Ton an.

Nordkorea hat in den vergangenen Wochen mehrfach Raketen getestet. Zuletzt explodierte am Sonntag eine Rakete direkt nach dem Start. Großbritannien zeigte sich besorgt. Die deutsche Bundesregierung sprach von einem Bruch des Völkerrechts, weil Nordkorea wegen seines Atomprogramms keine ballistischen Raketen testen darf.

US-Außenminister Rex Tillerson telefonierte nach dem missglückten Start mit einem hochrangigen chinesischen Diplomaten, wie die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte.

US-Vizepräsident Mike Pence traf am Sonntag zu einem Staatsbesuch in Südkorea ein. Es wird erwartet, dass Pence sich demonstrativ hinter den südkoreanischen Verbündeten stellen wird.

Video: USA gelassen, Südkorea warnt

SPIEGEL ONLINE
sep