Jason Greenblatt Trumps Nahost-Beauftragter kündigt Rücktritt an

Drei Jahre war Jason Greenblatt Donald Trumps Sondergesandter für den Nahen Osten. Nun hat er seine Rückkehr in den Privatsektor angekündigt.

Jason Greenblatt (rechts) neben dem US-Botschafter in Israel David Friedman (Juni 2019): "eine lebensprägende Ehre"
Tsafrir Abayov/AP

Jason Greenblatt (rechts) neben dem US-Botschafter in Israel David Friedman (Juni 2019): "eine lebensprägende Ehre"


Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Jason Greenblatt, hat seinen Rücktritt angekündigt. Der 53-Jährige sagte in Washington, es sei ihm eine "lebensprägende Ehre" gewesen, dem Weißen Haus zu dienen.

Gründe für seinen Rücktritt nannte Greenblatt nicht. Er hatte zusammen mit Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, den Plan für eine Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern erarbeitet, der bislang nur teilweise veröffentlicht wurde.

US-Präsident Trump dankte Greenblatt auf Twitter. Dieser sei "ein treuer und großartiger Freund und ein fantastischer Anwalt" gewesen. Sein Engagement für den Friedensprozess würde unvergessen bleiben. Laut Trump wird Greenblatt künftig im Privatsektor arbeiten.

Ein hochrangiger Regierungsmitarbeiter sagte, es handle sich um einen freundlichen Abschied. Greenblatt besitze das "Vertrauen" des Präsidenten. Er werde nun mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Greenblatt arbeitete früher viele Jahre lang als Anwalt für den Trump-Konzern.

Ihren Nahost-Friedensplan will die US-Regierung erst nach der vorgezogenen israelischen Parlamentswahl am 17. September komplett vorlegen. Bei einer Konferenz im Bahrain im Juni hatte Kushner lediglich den wirtschaftlichen Teil vorgestellt. Er sieht Milliardeninvestitionen in den Palästinensergebieten vor.

Von dem politischen Teil des Plans ist aber bereits bekannt, dass darin nicht von einer Zweistaatenlösung die Rede sein soll, also dem Ziel eines eigenen Palästinenserstaats. Deswegen stößt der Plan bereits jetzt bei den Palästinensern auf heftigen Widerstand.

asa/AFP



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