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Mike Pence in Brüssel US-Vizepräsident sichert EU Zusammenarbeit zu

Die Äußerungen Donald Trumps zur EU und zum Brexit sorgten in Brüssel für Verunsicherung. Vizepräsident Mike Pence versuchte jetzt, die Wogen zu glätten.

Die USA wollen laut Vizepräsident Mike Pence auch in Zukunft eng mit der Europäischen Union zusammenarbeiten. "Es ist mir eine Ehre, heute im Auftrag von Präsident Trump zu erklären, dass die Vereinigten Staaten sich der weiteren Zusammenarbeit und Partnerschaft mit der EU verpflichtet fühlen", sagte Pence nach einem Gespräch mit EU-Ratspräsident Donald Tusk in Brüssel.

US-Präsident Trump hatte zuvor mit Äußerungen zur EU für erhebliche Irritationen gesorgt. So erklärte er kurz vor Amtsantritt, für ihn spiele es keine Rolle, ob die Europäische Union fortbestehe oder nicht. Trump vertrat zudem die Ansicht, dass die EU gegründet worden sei, "um die Vereinigten Staaten im Handel zu schlagen". Den geplanten Austritt Großbritanniens bezeichnete er als eine "großartige Sache".

Pence führte als erster Vertreter der neuen US-Regierung politische Gespräche mit EU-Vertretern in Brüssel. "Bei allen Differenzen teilen unsere beiden Kontinente dasselbe Erbe und vor allem das Ziel, Frieden und Wohlstand durch Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu fördern", sagte der US-Vizepräsident. "Diesen Zielen bleiben wir weiter verpflichtet."

Die EU zähle auf die "rückhaltlose und eindeutige Unterstützung" der Regierung Trump, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk nach dem Treffen. In den vergangenen Monaten habe es "zu viele neue und manchmal überraschende Meinungsäußerungen zu unseren Beziehungen und unserer gemeinsamen Sicherheit gegeben, um so zu tun, als sei alles, wie es war". Das Treffen mit Pence hätten die Europäer "wirklich gebraucht".

Pence hatte zuvor bereits die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini getroffen. Am Mittag soll der US-Vizepräsident noch mit Kommissionschef Jean-Claude Juncker sowie danach mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammenkommen. Trump selbst wird voraussichtlich Ende Mai erstmals nach Brüssel reisen. Die Nato will dann ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten organisieren.

Auf der ersten Station seines Antrittsbesuchs hatte Pence in München unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. In einer Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz versuchte er, den verunsicherten Verbündeten die Sorgen vor der Politik des neuen US-Präsidenten zu nehmen. "Das Versprechen von Präsident Trump lautet: Wir werden an der Seite Europas stehen", sagte er. "Die USA wollen eine Freundschaft mit Europa und mit allen Nationen."

asa/dpa/AFP
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