Doppelanschlag 2016 Gericht in Istanbul verurteilt Täter zu lebenslanger Haft

Bei zwei Anschlägen in Istanbul im Jahr 2016 starben 47 Menschen. Die Täter wurden nun zu lebenslanger Haft verurteilt.

Polizisten am Anschlagsort (Archivbild vom 10. Dezember 2016)
DPA

Polizisten am Anschlagsort (Archivbild vom 10. Dezember 2016)


Zweieinhalb Jahre nach einem Doppelanschlag in Istanbul mit 47 Toten hat ein Gericht in der türkischen Metropole 14 Menschen zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Am 10. Dezember 2016 war im Istanbuler Viertel Besiktas nach dem Ende eines Fußballspiels eine Autobombe gegen Polizisten gezündet worden. Ein zweiter Anschlag wurde von einem Selbstmordattentäter verübt. Zu der Tat bekannte sich damals die TAK, eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Vier der 14 Verurteilten erhielten am Freitag zusätzlich weitere 47 Mal lebenslänglich wegen einer Störung der nationalen Einheit und vorsätzlichen Mordes sowie jeweils 4890 weitere Jahre Haft wegen versuchten vorsätzlichen Mordes, der Beschädigung öffentlichen Eigentums und des Mitführens gefährlicher Substanzen.

Weitere vier Angeklagte erhielten Gefängnisstrafen von bis zu 15 Jahren für die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Für neun weitere der insgesamt 27 Angeklagten in dem Fall geht der Prozess noch weiter.

cte/dpa

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