Dritte Afghanistan-Offensive 7000 Soldaten gegen Taliban

Mit ihrer dritten Offensive haben tausende Soldaten den Kampf gegen die Taliban-Rebellen im Osten Afghanistans fortgeführt. Bei dem Einsatz kamen drei Menschen ums Leben. Soldaten der Nato-Schutztruppe Isaf hatten zuvor im Süden des Landes 17 Taliban getötet.


Kabul - Insgesamt seien rund 7000 afghanische Soldaten sowie US-geführte Truppen an dem Einsatz beteiligt, sagte ein Sprecher der US-Armee. Ein Koalitionssoldat und zwei Taliban wurden demnach getötet und insgesamt fünf Koalitionssoldaten verletzt, wie ein Mitarbeiter des Provinzgouverneurs von Chost sagte. Die Koalition machte keine Angaben zu Verlusten. Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF töteten im Süden in der Nacht zum Samstag 17 Taliban.

An der Offensive "Mountain Fury" (etwa: Wut im Gebirge) sind 4000 afghanische Polizisten und Soldaten sowie 3000 Soldaten der US-geführten Streitkräfte beteiligt. Sie sollten den Widerstand der Taliban in den Provinzen Paktika, Chost, Ghazni, Paktja und Logar brechen. Der Einsatz gehöre zu einer Reihe von Aktionen im Land, um der Bevölkerung Sicherheit zu verschaffen, den Einfluss der Regierung auszuweiten und den Wiederaufbau zu beschleunigen, hieß es in einer Erklärung der Koalition weiter. Unter den Verletzten seien vier afghanische Soldaten und ein US-Soldat, sagte der Gouverneuersmitarbeiter.

Der Isaf-Angriff in der Südprovinz Urusgan galt nach Angaben der Schutztruppe einer Gruppe Rebellen, die Minen legen wollten. Die Soldaten seien aus der Luft unterstützt worden. Bei dem Angriff wurden demnach auch fünf Fahrzeuge der mutmaßlichen Taliban zerstört. Die ISAF machte keine Angaben über die Nationalität der beteiligten Soldaten. In Urusgan sind vor allem rund 1400 niederländische ISAF-Soldaten und ein kleineres kanadisches Kontingent stationiert. Die Nato-geführte Schutztruppe hatte Ende Juli das Kommando über den unruhigen Süden Afghanistans von den Koalitionstruppen übernommen.

reh/AFP



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