Drohgebärden Russland verlegt Kriegsschiffe in Richtung Syrien

Angeblich geht es nur um ein Manöver: Nach Zeitungsberichten hat der russische Generalstabschef Nikolai Makarow die Verlegung von Kriegsschiffen in Gewässer vor Syrien angekündigt. Laut "Iswestija" diene deren Entsendung aber auch als Drohpotential gegenüber der Nato. 

Moskau - Russland stellt sich nach Informationen der Tageszeitung "Iswestija" offenbar an die Seite des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Der russische Generalstabschef Nikolai Makarow hat die Entsendung schwerer Kriegsschiffe in die Gewässer vor Syrien angekündigt, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Unter anderem würde ein U-Boot-Zerstörer vom Nordmeer ins Mittelmeer verlegt, sagte Makarow am Dienstag nach Angaben der Agentur Interfax. Er begründete den Standortwechsel mit einem Manöver. Laut Tageszeitung "Iswestija" sollen die Schiffe aber als Drohpotential gegenüber der Nato dienen. Bereits mehrfach hatte Russland den Westen vor einem gewaltsamen Regimewechsel in Syrien nach "libyschem Vorbild" gewarnt.

Moskau unterhält enge Beziehungen zu Damaskus, einem wichtigen Waffenkunden. Zudem verfügt Russland über einen Stützpunkt an der syrischen Küste. Die Uno-Vetomacht Russland hat bereits eine Resolution gegen das arabische Land im Weltsicherheitsrat verhindert. Trotz des wachsenden internationalen Drucks auf die Führung in Damaskus lehnte Russlands Außenminister Sergej Lawrow erneut ein Waffenembargo gegen Syrien ab.

bos/dpa
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