Feuergefecht in Hinterhalt Dutzende syrische Soldaten im Irak getötet

Im Westen Iraks sind mindestens 33 syrische Soldaten getötet worden. Sie hatten sich vor Rebellenangriffen über die Grenze geflüchtet - und gerieten offenbar in einen Hinterhalt. Auch irakische Soldaten starben bei der Attacke.
Rebellenkämpfer in Syrien (in Idlib): Tödlicher Angriff auf Regierungssoldaten

Rebellenkämpfer in Syrien (in Idlib): Tödlicher Angriff auf Regierungssoldaten

Foto: REUTERS/ Shaam News Network

Bagdad/Damaskus - In der irakischen Provinz Anbar sind Dutzende syrische Soldaten getötet worden. Mehrere Nachrichtenagentur berichten von 33 toten Syrern, die Agentur AP gar von mindestens 42 syrischen Opfern.

Die Agentur Sumeria News meldete, die Opfer seien nahe der syrischen Grenze in einen Hinterhalt geraten. Bei den Syrern handelt es sich den Angaben zufolge um Soldaten, die am vergangenen Wochenende in den Irak geflüchtet waren, als syrische Rebellen den Grenzübergang Jarubija eingenommen hatten.

Laut Sumeria News wollten die irakischen Soldaten die Syrer über den Grenzübergang al-Kaim zurück in ihre Heimat schicken, als sie angegriffen wurden. In der Anbar-Provinz hieß es, die Angreifer seien Iraker gewesen. Die schiitischen Regierungsparteien in Bagdad unterstützen das syrische Regime. Viele irakische Sunniten sympathisieren indessen mit den Aufständischen.

Auch in Syrien gingen die Kämpfe weiter: Rebellen versuchten, den Militärflughafen Minigh in der Provinz Aleppo einzunehmen. Sie griffen die Regierungstruppen, die auf dem Luftwaffenstützpunkt stationiert sind, an. Nach Angaben der Regimegegner bombardierte die Luftwaffe die angreifenden Rebellen. Der Flughafen liegt in der Nähe der Grenze zur Türkei. Bis zum Mittag zählte die Opposition landesweit 35 Tote. Die meisten Opfer gab es in Idlib, Aleppo, Damaskus und Homs.

Großangriff auf Homs

Syrische Regierungstruppen starteten nach Angaben von Aktivisten am Montag einen Großangriff auf die umkämpfte Stadt Homs. Die Gefechte seien "die schlimmsten seit Monaten". Dutzende regierungstreue Kämpfer seien getötet worden, berichtete die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Armeeangehörige sowie regierungstreue Milizen wollten den Angaben zufolge Teile des Stadtzentrums zurückerobern, die von den Rebellen kontrolliert werden. SPIEGEL ONLINE kann die Informationen aus Syrien nicht unabhängig überprüfen.

Präsident Baschar al-Assad versucht seit fast zwei Jahren, einen Aufstand gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. Dieser hat sich inzwischen zu einem Bürgerkrieg ausgeweitet. Nach Uno-Angaben wurden bereits rund 70.000 Menschen in Syrien getötet. Hunderttausende sind vor der Gewalt ins Ausland geflohen.

fab/heb/AP/AFP/dpa
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