Epidemie in Westafrika Obama und Ban rufen zu mehr Einsatz gegen Ebola auf

US-Präsident Obama und Uno-Generalsekretär Ban fordern größere Anstrengungen bei der Bekämpfung der Ebola-Epidemie. Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Zusagen zur Bewältigung der Krise verdoppeln.

Krankenschwestern in Liberia begleiten einen Überlebenden: Mehr als 8000 Krankheitsfälle registriert
Getty Images

Krankenschwestern in Liberia begleiten einen Überlebenden: Mehr als 8000 Krankheitsfälle registriert


Washington - Weit mehr als 8000 Ebola-Fälle hat die Weltgesundheitsorganisation WHO in Guinea, Liberia und Sierra Leone registriert. Deswegen erwarten US-Präsident Barack Obama und Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon von der internationalen Gemeinschaft mehr Anstrengungen bei der Bekämpfung der Epidemie.

In einem Telefonat am Montag stellten sie fest, der Kampf gegen die Krankheit sei an einem entscheidenden Punkt. Nach Angaben des Weißen Hauses forderten Obama und Ban deswegen, die internationale Gemeinschaft müsse ihre Zusagen zur Bewältigung der Krise verdoppeln. Obama hatte zuvor auch mit dem französischen Präsidenten François Hollande telefoniert. Die Amtskollegen waren sich demnach einig, es müsse mehr getan werden, um Behandlungsmöglichkeiten in Afrika einzurichten.

Das Virus hat sich in mehreren Ländern Westafrikas ausgebreitet. Mehr als 4000 Menschen starben. Experten gehen zudem von einer hohen Dunkelziffer aus. Das Ebola-Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt. Es löst hämorrhagisches - mit Blutungen einhergehendes - Fieber aus.

In Liberia droht ein Streik im Gesundheitswesen die Krise zu verschärfen. Am Montag hätten Pflegekräfte die Arbeit niedergelegt, teilte Gesundheitsminister Walter Gwenigale mit. Nach Rundfunkberichten fordern die Streikenden eine bessere Bezahlung und wirksame Schutzkleidung.

Der Streik verschlimmert die Situation der todkranken Patienten, die oft nur mit Mühe einen Behandlungsplatz gefunden haben. In einigen Landesteilen hätten alle örtlichen Krankenhäuser geschlossen, hieß es. Nach Angaben der WHO existieren in Liberia nur für 21 Prozent der Infizierten überhaupt Betten in speziellen Isolierstationen.

MEHR ZUM THEMA

vek/dpa/Reuters

insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
fatherted98 14.10.2014
1. Immer diese...
...Aufrufe. Wie wäre es dann mal mit konkreter Hilfe. Die USA gehen da ja mit gutem Beispiel voran...die Deutschen hinken zwar hinterher...am immerhin man bemüht sich...aber was ist mit dem großen Rest? Aus der Rest EU höre ich zu diesem Thema gar nichts...die anderen scheint das ja so ziemlich nicht anzugehen...wie wäre es mal mit einer konzertierten Aktion von Seiten der EU?...aber das kriegen die Schnarchnasen in Brüssel ja nicht hin...die beschäftigen sich lieber mit Bananen biegen.
Motorkopf 14.10.2014
2. Ja ja
erst sinnlos Monate verstreichen lassen und wenn`s zu spät ist, Aufrufe starten. Manchmal fragt man sich schon, von wem die Regierungen beraten werden! Jeder hat die rasante Ausbreitung über die Medien erfahren - nur wichtige Personen anscheinend mal wieder nicht...
agua 14.10.2014
3.
Zitat von fatherted98...Aufrufe. Wie wäre es dann mal mit konkreter Hilfe. Die USA gehen da ja mit gutem Beispiel voran...die Deutschen hinken zwar hinterher...am immerhin man bemüht sich...aber was ist mit dem großen Rest? Aus der Rest EU höre ich zu diesem Thema gar nichts...die anderen scheint das ja so ziemlich nicht anzugehen...wie wäre es mal mit einer konzertierten Aktion von Seiten der EU?...aber das kriegen die Schnarchnasen in Brüssel ja nicht hin...die beschäftigen sich lieber mit Bananen biegen.
Es wird nicht wirklich informiert, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen. In Portugal gibt es seit Juni 50 vorbereitete Betten für den Fall, dass Ebola auftritt. Am Wochenende gab es in Porto den ersten Verdachtsfall.Die Tests ergaben aber ein negatives Ergebnis. Es wird sich bei Ebola nach wie vor mehr um die wirtschaftlichen Folgen gesorgt. Das ist der Grund warum nicht endlich die Flüge eingestellt werden. Ausgeflogene Patienten werden isoliert. In den betroffenen Gebieten, ganze Regionen nicht! Da wird viel geredet,aber der naheliegende Schritt bleibt aus!
Senf-Dazugeberin 14.10.2014
4. Spendengala
Warum gibt es eigentlich immer noch keine Spendengala oder einen ähnlichen konzentrierten Aufruf zum Spenden? Ich fürchte, selten war es nötiger - auch im eigenen Interesse. Klar kann man das auch aus eigenen Antrieb machen aber vielen Menschen gibt es offenbar was, wenn ihr eigener Name unten im Ticker durchläuft und für Firmen ist es doch sogar vermutlich steuerlich absetzbar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nicht auf Anhieb mehrere Millionen zusammenkommen würden.
women_1900 14.10.2014
5. Zusagen zur Bewältigung der Krise verdoppeln.
und, wo landet dann das viele Geld? Wer stellt denn sicher, daß dies auch bei der Bevölkerung ankommt bzw. zweckbestimmt verwendet wird? Am Ende kaufen dann afrikanische Staaten von dem vielen Geld (wieder einmal) Schneepflüge wie einst Uganda unter Idi Amin. Ehe die UN nach mehr Geld ruft, sollte sie erst einmal ihre Maßnahmen, Kontrollen erklären, mit denen garantiert wird, daß das Geld auch da landet, wofür es bestimmt ist. Ich kann die Aufrufe, Appelle, Forderungen etc. einfachnicht mehr hören, lesen. Seit ich weiß, daß Schäuble den Fluthilfefondfür seine gefakte Null plündert, noch weniger.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.