Einsatz in Afghanistan Deutscher Soldat stirbt an Spätfolgen eines Attentats

Ein Bundeswehrsoldat ist an den Folgen eines Selbstmordanschlags in Afghanistan gestorben. Der 24-jährige Fallschirmjäger wurde bei einem Attentat im August 2008 bei Kunduz schwer verwundet - nun erlag er seinen Verletzungen.

Zerstörtes Bundeswehrfahrzeug in Kunduz (Archivbild): Fallschirmjäger stirbt an Spätfolgen
AP

Zerstörtes Bundeswehrfahrzeug in Kunduz (Archivbild): Fallschirmjäger stirbt an Spätfolgen


Kunduz - Tod nach über einem Jahr in Behandlung: Ein Bundeswehrsoldat ist an den Spätfolgen eines Selbstmord-Attentats in Afghanistan gestorben. Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag in Berlin mit. Der Soldat, ein 24-jähriger Fallschirmjäger, war am 6. August 2008 bei einem Selbstmordanschlag der Taliban schwer verletzt worden. Diese lange Zeit zwischen Anschlag und Tod des Soldaten zeige, dass dieser Einsatz "sehr gefährlich" sei, hob der Sprecher hervor.

Ein Motorradfahrer hatte sich am Nachmittag des Sommertages einer deutschen Patrouille genähert und dann seine Sprengladung gezündet. Damals hatte die Bundeswehr mitgeteilt, drei Soldaten seien verletzt worden, zwei davon schwer. Sie waren umgehend per Helikopter gerettet und nach einer Erstversorgung nach Deutschland geflogen worden.

Der Anschlag ereignete sich rund 35 Kilometer südlich vom Bundeswehrstützpunkt im nordafghanischen Kunduz. Offenbar waren die Soldaten, die einem liegengebliebenen Fahrzeug helfen wollten, von den Taliban in eine Falle gelockt worden.

mgb/amz/dpa/AP



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Sumerer 12.09.2009
1.
Zitat von sysopNach dem umstrittenen Bombereinsatz in Afghanistan steht nicht nur die Präsenz der Bundeswehr weiter in der Diskussion, auch der Auftrag der Nato wird kritisch gesehen. Wie kann des Engagement am Hindukusch noch zu einem Erfolg werden? Kann der Krieg in Afghanistan überhaupt noch gewonnen werden?
Ein Krieg ist dort nicht zu gewinnen. Was zu gewinnen wäre, ist die Bevölkerung Afghanistans. Wenn man sich nicht einig wird, wer hierzu alles zählt, wird weiter geschossen, letztendlich aber nichts gewonnen.
ante84 12.09.2009
2.
Zitat von sysopNach dem umstrittenen Bombereinsatz in Afghanistan steht nicht nur die Präsenz der Bundeswehr weiter in der Diskussion, auch der Auftrag der Nato wird kritisch gesehen. Wie kann des Engagement am Hindukusch noch zu einem Erfolg werden? Kann der Krieg in Afghanistan überhaupt noch gewonnen werden?
Soll er denn gewonnen werden?
Orix 12.09.2009
3.
Zitat von sysopNach dem umstrittenen Bombereinsatz in Afghanistan steht nicht nur die Präsenz der Bundeswehr weiter in der Diskussion, auch der Auftrag der Nato wird kritisch gesehen. Wie kann des Engagement am Hindukusch noch zu einem Erfolg werden? Kann der Krieg in Afghanistan überhaupt noch gewonnen werden?
Wenn man mal genau wüsste, was ist das Ziel ! Ein Herrschaft Karsais und seiner Sippe als Ziel, ist schon möglich.
sprecher/2, 12.09.2009
4. Bundeswehr sofort abziehen !
NEIN ! Bundeswehr sofort abziehen, sollen die USA ihren Mist alleine auslöfeln. Da kann man zwischen Bevölkerung und Taliban doch nichts unterscheiden ! Ist auch nervig wenn wie hier im Forum solche Teilnehmer wie Michael Schnarch ewig für Kriegseinsätze plädieren !
Klapperschlange 12.09.2009
5.
Zitat von sysopNach dem umstrittenen Bombereinsatz in Afghanistan steht nicht nur die Präsenz der Bundeswehr weiter in der Diskussion, auch der Auftrag der Nato wird kritisch gesehen. Wie kann des Engagement am Hindukusch noch zu einem Erfolg werden? Kann der Krieg in Afghanistan überhaupt noch gewonnen werden?
Natürlich! Die sollen dort aufhören sich gegeneitig zu beschuldigen und mit dem Wattebällchen werfen aufhören und die vorhandenen Hightech-Waffen endlich einsetzen. Die machen dort mittlerweile die gleichen Fehler, wie in Vietnam. Die richtig guten Waffen blieben damals auch zu Hause und an der Front kämpfte Mann gegen Mann!
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