Eisenbahnstreiks Chaos in Spanien und Italien

In Italien und Spanien hat ein Streik den Eisenbahnverkehr weitestgehend lahm gelegt. Die südeuropäischen Bahner wollen mit dem Ausstand ihren Tarifforderungen Nachdruck verleihen.


Madrid - In Spanien streikten Lokomotivführer und Hunderttausende warteten vergeblich auf ihre Züge. Die einzigen Bahnen, die am Samstag normal verkehrten, waren die Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke Madrid-Sevilla und sowie die Luxus-Schnellzüge.

In den Ballungsräumen um Madrid, Barcelona und Valencia kam der Nah- und Vorortsverkehr weitgehend zum Erliegen. Auch ein großer Teil der Fernzüge wurde gestrichen. Der von spanischen Gewerkschaft SEMAF offiziell angemeldete Streik war am Freitag zu Ende gegangen. Die Lokomotivführer entschieden jedoch, den Ausstand so lange fortzusetzen, bis ihre Forderungen nach mehr Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen erfüllt werden.

In Italien riefen mehrere Eisenbahnergewerkschaften ab Samstagabend 21 Uhr zu einem 24-stündigen Streik auf. Bereits am Freitag hatten lokale Fluglotsenstreiks zu chaotischen Verhältnissen auf den Flughäfen von Rom und Mailand geführt. Allein auf den beiden Mailänder Flughäfen fielen 313 Flüge aus. Passagiere mussten bis zu sechs Stunden Wartezeit hinnehmen.



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