Eklat in Rom Saddams Vize schneidet israelischen Reporter

Der stellvertretende irakische Ministerpräsident Tarik Asis hat sich bei einer Pressekonferenz geweigert, die Frage eines israelischen Journalisten zu beantworten. Unter den anwesenden Medienvertretern löste dies lautstarke Proteste aus.


Spricht nicht mit jedem: Israel-Hasser Tarik Asis
REUTERS

Spricht nicht mit jedem: Israel-Hasser Tarik Asis

Rom - Der Korrespondent der Zeitung "Maariv", Menachim Gantz, fragte Asis: "Erwägen Sie die Möglichkeit eines Angriffs auf Israel, falls die USA Ihr Land angreifen?" Asis entgegnete: "Als ich zu dieser Pressekonferenz kam, stand es nicht auf meiner Tagesordnung, den israelischen Medien antworten zu müssen."

Die Bemerkung lösten Proteste bei den etwa hundert anwesenden Journalisten aus, es kam zu Pfiffen und Buhrufen. Doch auch auf weiteres Drängen hin weigerte sich Asis zu antworten. Daraufhin verließen etwa 20 Journalisten den Saal, darunter Medienvertreter aus Israel und Deutschland. Später stellte ein anderer Reporter noch einmal dieselbe Frage.

Darauf antwortete Asis: "Wir haben nicht die technischen Möglichkeiten, irgend jemanden außerhalb unseres eigenen Territoriums anzugreifen." Der israelische Journalist Gantz erklärte, Asis habe die Chance verpasst, in einer israelischen Zeitung seine friedlichen Absichten zu bekunden.



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