Auswärtiges Amt bestätigt Ein Deutscher bei Massaker von El Paso getötet

Unter den 22 Opfern in El Paso befindet sich auch ein deutscher Staatsbürger - das erklärte das Auswärtige Amt. US-Präsident Donald Trump wird den Grenzort am Mittwoch besuchen.

Trauerbekundungen in El Paso: Die Stadt steht noch immer unter Schock
Mario Tama/ AFP

Trauerbekundungen in El Paso: Die Stadt steht noch immer unter Schock


Bei der Schusswaffenattacke in der texanischen Stadt El Paso ist ein Deutscher getötet worden. Der Polizeichef der Grenzstadt, Greg Allen, sagte am Montag (Ortszeit), bei dem Angriff seien 13 US-Bürger, sieben Mexikaner und ein deutscher Staatsbürger erschossen worden. Bei einem weiteren Todesopfer sei die Nationalität noch unklar.

Das Auswärtige Amt in Berlin verifizierte die Angaben: "Leider müssen wir bestätigen, dass sich unter den Todesopfern in El Paso auch ein deutscher Staatsangehöriger befindet", erklärte eine Ministeriumssprecherin in der Nacht auf Dienstag. Angaben zur Identität des Opfers machte die Sprecherin nicht.

Ein 21-Jähriger hatte am Samstag in einem Einkaufszentrum in El Paso 22 Menschen erschossen. Er wurde festgenommen. Die Ermittler vermuten ein rassistisches Motiv. 13 Stunden später tötete ein 24-Jähriger in Dayton im Bundesstaat Ohio neun Menschen, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Das Motiv für die Tat ist bislang unklar.

Präsident reist nach Texas - und muss sich im Vorfeld Kritik gefallen lassen

US-Präsident Donald Trump wird El Paso am Mittwoch besuchen, wie Bürgermeister Dee Margo am Montag bekannt gab. Trump hatte nach den Schusswaffenattacken ungewohnt deutlich Rassismus und die Ideologie weißer Vorherrschaft verurteilt. "Diese finsteren Ideologien müssen besiegt werden. Hass hat keinen Platz in Amerika", sagte Trump in einer Fernsehansprache in Washington. Allerdings werfen Kritiker dem US-Präsidenten vor, selbst mit seiner aggressiven Rhetorik Hass zu schüren und Gewalt zu begünstigen.

Die Attacken vom Wochenende haben erneut zu einer Debatte über die Schusswaffengewalt in den USA und das lockere Waffenrecht geführt. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador forderte am Montag schärfere Waffengesetze in den USA: Die USA müssten den "wahllosen Verkauf von Waffen kontrollieren".

Weder die US-Republikaner noch die Demokraten hätten genug getan, um Menschen vor Schusswaffenangriffen zu schützen. "Wenn wir die Dinge objektiv betrachten, müssen wir sagen, dass die zwei wichtigen US-Parteien sich wenig um Waffenkontrolle gekümmert haben", so der mexikanische Präsident.

jok/AFP



insgesamt 12 Beiträge
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puzzleteil 06.08.2019
1. Wie war das noch?
Amerika sollte großartigste Land der Welt werden. Nee Leute, ich wünsche demokratischen, gerechten,verantwortlichen mit Gleichgewicht als Beispiel.
Kuckuckskind 06.08.2019
2.
Bei umgedrehter Situation (US Bürger in Europa) würde bestimmt eine Reise- und Terrorwarnung ausgegeben. Wann wacht dieses Land auf und schüttelt seine antifeudale Wurzeln ab?
napoleonwilson 06.08.2019
3. El Paso....
Ab über die Grenze nach Ciudad Juarez. Dort ist Mord und Entführung und Drogenhandel an der Tagesordung. Sehr gefährliche Ecke. Ich war vor 10 Jahren in El Paso. Es muss sich seither nicht zum positiven verändert haben. In den USA können Sie jederzeit bei einem Überfall erschossen werden. Wenn Schusswaffen im Volk sind, hat man halt diese Zustände. Jede Kleinigkeit endet in einer Katastrophe. Parkplatz, Arbeitgeber, Nachbarschaft ect ect.
general_failure 06.08.2019
4. das weitere Vorgehen sollte klar sein:
Reisewarnung für die USA und verstärkte Kontrollen für US-Bürger bei der Einreise in die EU, inklusive Offenlegung ihrer social media accounts.Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen des deutschen Opfers und natürlich denen der mexikanischen Opfer.
Mardor 06.08.2019
5. Wie meinen?
Zitat von puzzleteilAmerika sollte großartigste Land der Welt werden. Nee Leute, ich wünsche demokratischen, gerechten,verantwortlichen mit Gleichgewicht als Beispiel.
Geht das auch auf Deutsch? Irgendwie fehlt da die Hälfte, es ist schwer, Ihrem Statement einen Sinn zu entnehmen.
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