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30. März 2011, 20:55 Uhr

Elfenbeinküste

Uno beschließt Sanktionen gegen Gbagbo

Die Kämpfe in der Elfenbeinküste eskalieren: Jetzt haben Anhänger des gewählten Präsidenten Ouattara auch die Hauptstadt Yamoussoukro in ihre Gewalt gebracht. Der frühere Machthaber Gbagbo will sein Amt jedoch immer noch nicht abgeben - der UN-Sicherheitsrat reagierte mit Sanktionen.

Yamoussoukro - Der abgewählte Machthaber der Elfenbeinküste gerät immer mehr in Bedrängnis: Anhänger des international als Präsidenten der Elfenbeinküste anerkannten Alassane Ouattara haben eigenen Angaben zufolge die Hauptstadt Yamoussoukro eingenommen. Die Stadt sei in den Händen der Republikanischen Kräfte, sagte der Hauptmann Leon Alla der Nachrichtenagentur AP.

Die Kämpfer marschierten triumphierend durch die Stadt und schossen in die Luft, teilte eine Frau in einem Hotel in der Innenstadt per Telefon mit. Im Hintergrund war Gewehrfeuer zu hören. Anwohner seien auf die Straße gegangen, um Outtaras Anhänger willkommen zu heißen, sagte sie. Seit seiner Niederlage bei der Präsidentschaftswahl weigert sich der frühere Machthaber des Landes, Laurent Gbagbo, das Präsidentenamt an Ouattara abzugeben.

Die Einnahme der Hauptstadt ist allerdings vorerst nur ein symbolischer Sieg, denn Gbagbos Sitz ist Abidjan, die größte Stadt der Elfenbeinküste. Doch von Yamoussoukro aus ist der Weg ins kommerzielle Zentrum des Landes geebnet, die größte Autobahn des Landes führt von der Hauptstadt ins 230 Kilometer entfernte Abidjan. Die Anhänger des Kontrahenten waren am Mittwoch an drei Fronten auf die Machtzentren von Gbagbo vorgerückt. Angesichts der Bedrohung rief Gbagbo-Sprecher Don Mello zur Waffenruhe und zu Verhandlungen auf. Outtara-Verbündete lehnten ein Ende der Kampfhandlungen jedoch ab.

Die Anhänger Outtaras brachten unterdessen auch die Städte Bouafle und Sinfra im Landesinneren unter ihre Kontrolle, wie Hauptmann Alla am Mittwoch mitteilte. In den vergangenen Tagen hatten Ouattara-treue Kämpfer bereits die Einnahme der drei strategisch wichtigen Städte Daloa, Bondoukou und Duékoué verkündet.

Am Abend verhängte der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen Gbagbo und seine Vertrauten verhängt. In einer am Mittwoch in New York einstimmig verabschiedeten Resolution forderte das Gremium Gbagbo zudem zum Machtverzicht auf.

lgr/AP/AFP

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