Nach Brand-Katastrophe Macron kündigt Instandsetzung Notre-Dames binnen fünf Jahren an

Nach dem Brand von Notre-Dame hat sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache an die Nation gewandt - und zur Instandsetzung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Trümmerteile und verkohlte Holzbalken im Inneren der Kathedrale Notre-Dame
DPA

Trümmerteile und verkohlte Holzbalken im Inneren der Kathedrale Notre-Dame


Nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in einer Fernsehansprache einen raschen Wiederaufbau gefordert. Die Kirche solle innerhalb von fünf Jahren wiederhergestellt werden.

"Wir werden Notre-Dame noch schöner wieder aufbauen", sagte Macron. Er wolle, dass die Reparaturen innerhalb von fünf Jahren abgeschlossen seien. "Wir können das schaffen", sagte der Präsident. Die Katastrophe sei auch eine Chance, enger zusammenzurücken und über die Zukunft Frankreichs nachzudenken, so Macron.

Macron wollte am Montagabend in einer TV-Ansprache eigentlich Reformmaßnahmen im Zuge der von ihm angestoßenen "Nationalen Debatte" verkünden. Er hatte die Rede dann aber wegen des Feuers in Notre-Dame verschoben. In seiner kurzen Ansprache nach dem Brand verschob Macron die geplante Rede zu den Reformplänen nun auf unbestimmte Zeit.

Im Moment sei nicht die richtige Zeit dafür, sagte Macron. Er hatte eine Bürgerdebatte zur Beruhigung der "Gelbwesten"-Krise im Januar ins Leben gerufen und den Franzosen für Mitte April konkrete Ergebnisse versprochen.

Bereits unmittelbar nach dem Brand hatte Macron angekündigt, Notre-Dame wieder aufbauen zu wollen. Die Kathedrale sei "das Epizentrum unseres Lebens", hatte Macron gesagt. (Lesen Sie hier mehr zu den baulichen Schwierigkeiten der Instandsetzung)

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Feuer in Notre-Dame: Der Kampf gegen die Flammen

Bei dem stundenlangen Brand war das Dach von Notre-Dame vollständig zerstört worden. Nach Einschätzung der Feuerwehr hing das Feuer mit Arbeiten zusammen, die an der Fassade des Bauwerkes durchgeführt wurden. Dafür war ein riesiges Baugerüst an der Kirche installiert worden.

fek/Reuters/AP/dpa



insgesamt 36 Beiträge
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Seite 1
Richtig gut 16.04.2019
1. Das ist der "Wag the dog" Moment....
des Herrn Macron. Das Feuer kam wie ein Geschenk Gottes fuer diesen kleinen verlorenen Mann....
Richtig gut 16.04.2019
2. und dann diese Fakten....
kaum ein Medium berichtet sie ( mit Ausnahme von newsweek) ....auch nicht der SPON. Warum ? https://www.newsweek.com/spate-attacks-catholic-churches-france-sees-altars-desecrated-christ-statue-1370800
kenterziege 16.04.2019
3. Typischer Politikersprech...
Der Schaden ist ja noch gar nicht richtig erfasst. Es werden hunderte von guten Steinmetzen und Zimmerleuten benötigt. Frankreich kennt kein duales Ausbildungssystem. Die Leute gibt es nicht in beliebiger Größenordnung auf dem Markt. Fachleute rechnen mit 20 bis 25 Jahren.
Teutonengriller 16.04.2019
4. Und dann liegen die 5 Jahre
auch noch in der nächsten Legislaturperiode. Für manche ist so ein Unglück gleich wieder ein Glück. Aber nutzt dem nichts. Davon werden sich die Gelbwesten auch nicht lange aufhalten lassen. Mal sehen, ob die Franzosen das besser können und den Wiederaufbau vor dem Betrieb des BER hinbekommen?
Educa15 16.04.2019
5. Macron und die Brandstifter ...
Oder wie hieß das populäre Buch mit Zeitkritik nochmal?
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