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Entwicklungsminister Niebel: Der Mützen-Mann

Foto: Jörg Blank/ dpa

Minister verteilt Armee-Mützen in Afrika Niebel geht in die Käppi-Offensive

Die speckige Bundeswehrmütze ist auf Auslandsreisen sein Markenzeichen - nun beglückt Entwicklungsminister Dirk Niebel damit auch die Gastgeber: Beim Besuch in Sierra Leone bekam jedes Mitglied der Delegation eine Käppi-Kopie.

Berlin/Freetown - Wer einmal in seinem Büro zu Besuch war, den kann die Käppi-Offensive des Ministers nicht komplett überraschen: Kistenweise stehen dort Kopien der Bundeswehrmütze von Dirk Niebel, die bei Auslandsreisen zum Markenzeichen des FDP-Politikers geworden sind. Der Entwicklungsminister war Fallschirmjäger und ist Hauptmann der Reserve. Nun beglückt Niebel seine Gastgeber mit den Mützen - so beispielsweise beim aktuellen Besuch im westafrikanischen Sierra Leone.

In der Hauptstadt Freetown bekam jedes Mitglied der Delegation eine Käppie-Kopie, unter anderem die stellvertretende Außenministerin Emu Jusu. Stolz posierte sie anschließend mit dem ebenfalls bemützten Niebel - der allerdings trug das Original auf dem Kopf.

Niebel ist der erste Bundesminister, der Sierra Leone nach dem Ende des blutigen Bürgerkriegs besucht, der von 1991 bis 2002 weite Teile des Landes verwüstete. Am Dienstagabend wollte er nach Burkina Faso weiterreisen.

Die Mützen-Bescherung kostet den deutschen Steuerzahl keinen Cent - darauf legt der FDP-Politiker Wert: Die Initiative "Cotton made in Africa" der Stiftung Aid by Trade des Hamburger Unternehmers Michael Otto hat dem Ministerium tausend Mützen geschenkt. Die Initiative leistet Hilfe zur Selbsthilfe, in dem sie Anbau und Handel nachhaltiger Baumwolle fördert.

Niebel, der zuletzt wegen der BND-Teppichaffäre unter Beschuss stand, gab sich in Sierra Leone gewohnt selbstbewusst in Sachen Käppi: "Das Original wird irgendwann im Haus der Geschichte hängen."

flo/dpa