Erklärung der Acht Griechen planen angeblich EU-Gipfel


Brüssel - Griechenland bemüht sich als Ratspräsidentin der Europäischen Union (EU) um ein Außenministertreffen, auf dem eine gemeinsame Haltung im Irak-Konflikt gefunden werden soll. An dem Treffen Mitte Februar sollten außer den 15 EU-Staaten auch die 13 Beitrittskandidaten teilnehmen, sagten griechische Diplomaten . Möglicherweise würden auch die Nachbarstaaten des Irak eingeladen, darunter Iran, Syrien und Saudi-Arabien.

Das Treffen könne eine der letzten Chancen für die tief gespaltene Europäische Gemeinschaft sein, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein auf möglichst breiter und geschlossener Basis zur Abrüstung aufzurufen und dazu, einen Militärschlag zu verhindern, sagten EU-Diplomaten.

Der Vorschlag wird den Kreisen angeblich vom griechischen Außenminister George Papandreou während eines Besuchs in Ankara der Türkei unterbreitet. Ministerpräsident Kostas Simitis habe die Überlegung einer Dringlichkeitssitzung zum Thema Irak bereits mit einigen Staats- und Regierungschefs der EU erörtert, sagten zwei Diplomaten. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen. Die deutsche Bundesregierung begrüßte die griechische Initiative. Bundeskanzler Gerhard Schröder werde selbstverständlich an dem Treffen teilnehmen, sagte ein Regierungssprecher in Berlin.

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.