Elisabeth Guigou Französin könnte neue EU-Außenbeauftragte werden

Wer soll künftig die EU außenpolitisch vertreten? Nach SPIEGEL-Informationen könnte die französische Sozialistin Elisabeth Guigou das Amt von Catherine Ashton übernehmen.
Elisabeth Guigou und Frankreichs Präsident Hollande: "Hochqualifizierte Kandidatin" für den Posten des EU-Außenbeauftragten

Elisabeth Guigou und Frankreichs Präsident Hollande: "Hochqualifizierte Kandidatin" für den Posten des EU-Außenbeauftragten

Foto: THOMAS SAMSON/ AFP

Karel de Gucht, Federica Mogherini, Kristalina Georgiewa: Bei der Besetzung des Amts mit dem offiziellen Titel "Hoher Repräsentant der EU für Außen-und Sicherheitspolitik" kursierten in den vergangenen Tagen mehrere Namen. Doch es gibt eine weitere sehr aussichtsreiche Kandidatin: Nach Informationen des SPIEGEL könnte die französische Politikerin Elisabeth Guigou neue EU-Außenbeauftragte werden.

Viele Mitgliedstaaten wären mit der französischen Sozialistin einverstanden: Die 67-jährige ehemalige Justizministerin Frankreichs sei "eine hochqualifizierte Kandidatin" für die Nachfolge der Britin Catherine Ashton, sagte Elmar Brok, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, dem SPIEGEL.

Die Chancen der italienischen Außenministerin Federica Mogherini sind demnach erheblich gesunken. Der frisch gewählte Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte deutlich gemacht, dass er zwar eine Frau auf dem Posten haben möchte, nicht aber eine ohne außenpolitische Erfahrung. Den Kompromissvorschlag von Italiens Ministerpräsidenten Matteo Renzi, den italienischen Altkommunisten Massimo D'Alema, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel abgelehnt. Vergangenen Mittwoch hatte die Debatte um die Besetzung des Außenbeauftragten den Beginn des EU-Gipfels verzögert.

Im Auswärtigen Dienst der EU (EAD) setzen viele Beamte große Hoffnungen auf das Ende der Amtszeit Ashtons. Derzeit sorgt in der Zentrale Ashtons Plan für Unmut, das für die Inspektion der 140 Auslandsvertretungen zuständige Referat F.2 abzuschaffen. EAD-Generalsekretär Pierre Vimont intervenierte nach SPIEGEL-Informationen persönlich, CDU-Außenpolitiker Brok nennt die Arbeit der Kontrolleure unverzichtbar.

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