Verhältnis von EU und Türkei Der Weg zum Beitritt und zurück

Vor elf Jahren begannen die Beitrittsgespräche von EU und Türkei. Die Euphorie ist längst abgeflaut, heute ist das Verhältnis angespannt. Eine Chronik in Bildern.
Türkisches Mädchen in Izmir

Türkisches Mädchen in Izmir

Foto: EMRE TAZEGUL/ AFP

Seit elf Jahren verhandelt die Europäische Union mit der Türkei über einen Beitritt. Die Gespräche waren von Anfang an schwierig. Kanzlerin Angela Merkel etwa verkündete zu Beginn ihrer Kanzlerschaft 2005, dass sie eine EU-Mitgliedschaft von Ankara ablehne.

Seit dem gescheiterten Putsch in der Türkei Mitte Juli und dem folgenden brutalen Vorgehen Erdogans gegen Opposition und Medien ist das Verhältnis zwischen Brüssel und Ankara zunehmend angespannt. Immer mehr europäische Spitzenpolitiker sehen die Beitrittsgespräche kritisch. Das Europaparlament stimmte nun mit breiter Mehrheit dafür, diese Gespräche auszusetzen. Eine Entscheidung, die nicht bindend ist, aber große Symbolkraft hat.

Auch in der Türkei ist die EU-Euphorie längst abgeflaut. Vor zehn Jahren befürworteten 73 Prozent der Türken einen EU-Beitritt, heute sind es nur noch 44 Prozent. Die türkische Regierung selbst sieht ihr Land auf dem Weg zu einer Weltmacht - auch ohne Hilfe der EU.

Klicken Sie sich durch die Zeitleiste für einen Überblick über die wechselvolle Geschichte der Beitrittsgespräche von EU und Türkei.

cte/kgp
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