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02. März 2012, 01:07 Uhr

EU-Gipfel in Brüssel

Juncker will Euro-Gruppe nicht mehr leiten

"Definitiv nicht ich": Jean-Claude Juncker will künftig nicht mehr Chef der Euro-Gruppe sein. Nach acht Jahren Amtszeit wird Luxemburgs Premier ab Mitte des Jahres nicht mehr für den Posten zur Verfügung stehen, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

Brüssel - Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker wird ab Mitte des Jahres nicht mehr die Beratungen der Finanzminister der 17 Staaten mit Euro-Währung leiten. Dies machte der 57-Jährige, der auch Schatzminister seines Landes ist, am späten Donnerstagabend am Rande des EU-Gipfels in Brüssel klar, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet.

Auf die Frage, wer künftig Vorsitzender der Eurogruppe auf Ministerebene sein werde, sagte Juncker: "Definitiv nicht ich." Er hatte in den vergangenen Monaten mehrfach über den Posten gesagt, dieser sei "nicht vergnügungssteuerpflichtig".

Juncker, einer der Gründerväter des Euro, hat das Mandat des Euro-Gruppenchef seit dem 1. Januar 2005 inne. Seine Amtszeit wurde mehrfach verlängert, zuletzt im Januar 2010.

Bereits im September 2011 hieß es in Medienberichten, Juncker wolle seinen Posten räumen und sich für einen hauptamtlichen Eurogruppen-Chef stark machen. Der Luxemburger Regierungschef sei bereit, den Vorsitz der Eurogruppe abzugeben und sich auf seinen Job als Ministerpräsident zu konzentrieren.

bos/dpa

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