Neue EU-Kommissare Sechs Schwergewichte und ein Wunderkind

Ursula von der Leyens Team steht: Die künftige EU-Kommissionspräsidentin möchte mit 14 Männern und 13 Frauen zusammenarbeiten. Für die Brexit-Verhandlungen ist eine Personalie besonders interessant.

Vertraute von Ursula von der Leyen: Mit Vizepräsidenten "auf Augenhöhe"
Virginia Mayo (2)/AP/ DPA; Piotr Nowak/ PAP/ DPA; JOHN THYS/ AFP; Joel SAGET/ AFP; Olivier Hoslet/ EPA/ DPA

Vertraute von Ursula von der Leyen: Mit Vizepräsidenten "auf Augenhöhe"

Von und , Brüssel


Ein Versprechen hat Ursula von der Leyen zumindest schon erfüllt: Die neue EU-Kommission besteht jeweils zur Hälfte aus Männern und Frauen - zumindest, wenn man von der Leyen als künftige Präsidentin doppelt zählt. Neben der CDU-Politikerin bevölkern 14 Kommissare und 13 Kommissarinnen ab dem 1. November die Führungsetage der Brüsseler Behörde - gesetzt den Fall, das EU-Parlament bestätigt alle von ihnen. (Eine Übersicht über die gesamte künftige Kommission finden Sie hier.)

Zu Ursula von der Leyens Kommission gehören weniger ehemalige Premierminister als zum Team ihres Vorgängers Jean-Claude Juncker. Nicht wenige in Brüssel fürchten daher, dass von der Leyens Truppe im Vergleich zum Vorgängerteam weniger Schlagkraft haben könnte, etwa um umstrittene EU-Vorhaben gegen die Hauptstädte durchzusetzen.

Doch das muss nicht so sein, wie ein Überblick über von der Leyens wichtigste Mitstreiter zeigt. Eine Nominierung könnte insbesondere der britischen Regierung gar nicht gefallen.



insgesamt 12 Beiträge
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mont_ventoux 10.09.2019
1. Da kommt Einiges zu ...
... auf die europäischen und insbesondere die deutschen Steuerzahler. Es reiht sich ein Phantasieressort an das nächste. Und jedes wird von einem riesigen Stab aus Beamten mit besten Versorgungsansprüchen flankiert. Und natürlich wird jedes Ressort fleißig an noch so unsinnigen Richtlinien arbeiten, die uns Bürgern das Leben schwerer machen. Ich hätte mir weniger EU gewünscht.
zynischereuropäer 10.09.2019
2. @1
Die EU hat weniger Mitarbeiter als die Stadt München, beschäftigt sich zugleich aber mit etwas weitgreifenderen Themen und muss das darüberhinaus noch mit einem gewählten Parlament und (hoffentlich bald) 27 Nationalstaaten abstimmen. Welche unsinnigen Richtlinien fallen Ihnen denn spontan ein, die Sie in Ihrem täglichen Leben stören oder behindern? Denken Sie dran die, übrigens seit Jahren abgeschaffte, Gurkenverordnung ging auf einen Wunsch der Wirtschaft zurück. Oder lieber die Begrenzung der Staubsauger? Ja, da sind wahre Katastrophen über uns herein gebrochen und sämtliche Wohnungen Europas im Dreck versunken. Und welches Phantasieressort meinen Sie eigentlich? Digitales, Umwelt, Wettbewerb etc. klingen für mich eigentlich ganz vernünftig, meinen Sie nicht? Wenn Sie ernsthaft in den wiederkehrenden Zeiten der großen Blöcke (USA, China, absehbar Indien, mit einigen Abstrichen Russland) meinen, dass weniger EU und mehr Nationalstaat die Antwort ist, dann haben Sie eine mMn verquere Sicht auf die Realität. Deutschland allein kann nicht viel denen gegenüber ausrichten und wenn wir unseren jetzigen Standard halbwegs halten wollen ist es neue logisch das zusammen mit unseren europäischen Freunden und Nachbarn zu machen.
Mayor Kane 10.09.2019
3. Super-Frans
Warum ist der gute Super-Frans zweimal in das Bild montiert? Klar, er ist ein Supertyp, aber erstmal sollte der Ball flach gehalten werden...
three-horses 10.09.2019
4. Die Ehre.
Zitat von mont_ventoux... auf die europäischen und insbesondere die deutschen Steuerzahler. Es reiht sich ein Phantasieressort an das nächste. Und jedes wird von einem riesigen Stab aus Beamten mit besten Versorgungsansprüchen flankiert. Und natürlich wird jedes Ressort fleißig an noch so unsinnigen Richtlinien arbeiten, die uns Bürgern das Leben schwerer machen. Ich hätte mir weniger EU gewünscht.
Eigentlich war die Billion für das Klima, so eine Art Reha gedacht. Sind aber schlappe 195 Euronen je Jahr für die 514 Millionen, Kinder inclusive . 800 die kleine Familie. Das ist die Frau Wert. Die Germany Bürger dann unter Sechs Tausend. So eine Art Premium Rettung for Germany. Man wird dann die erste Reihe oder auf der Reihe, so richtig habe ich das nicht verstanden.
emingersimon 10.09.2019
5. Gutes Gefühl
Nach der Wahl von der Leyens hatte ich ehrlich gesagt sehr viele Bedenken bezüglich der neuen Kommission. Aber der Chefsozialdemokrat bekommt das Thema Green Nee Deal und somit wirtschafts- und sozialfreundlichen Umweltschutz, wo er sich beweisen kann. Die Vorsitzende der Liberalen, eine der Wahlgewinner, bekommt das Zukunftsressort und bleibt auch das, was sie am Besten kann, oberste Wettbewerbshüterin. Borell und Hougard sind Routiniers, diplomatisch und hoch angesehen, Goulard außerordentlich fachlich kompetent und bemüht, Gentilioni weise (ich durfte einigen seiner Vorträge beiwohnen) und nicht zuletzt aus dem "Süden", und Sinkevinius Vertreter der Jungen Generation, ambitioniert. Erfreut bin auch darüber, dass die progressiven Parteien geschafft haben, zusammenzuarbeiten, und ebenfalls darüber, dass aus den V4 niemand einen Posten hat, der Rechtsstaat oder EU-Förderungen überwacht. Für mich als Österreicher ist es auch erfreulich, dass Österreich nun den Finanzkommissar hat. Also bin ich alles in allem trotz meiner anfänglichen Opposition zu von der Leyen sehr zuversichtlich, dass die nächste Kommission vernünftig im Aus- und In- "Land" auftritt und dabei Europa stärkt, dort wo es nötig ist.
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