Absolute Mehrheit EU-Parlament wählt Martin Schulz zum Präsidenten

Martin Schulz ist erneut zum Präsidenten des Europaparlaments gewählt worden. Der deutsche SPD-Politiker erhielt 409 der 612 abgegebenen gültigen Stimmen, 102 mehr als nötig.

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz: Wiedergewählt für zweieinhalb Jahre
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EU-Parlamentspräsident Martin Schulz: Wiedergewählt für zweieinhalb Jahre


Straßburg - Das neu konstituierte Europaparlament hat am Dienstag seinen neuen Präsidenten gewählt: Es ist erneut der SPD-Politiker Martin Schulz. Der Deutsche erhielt 409 der 612 abgegebenen gültigen Stimmen. Notwendig war die absolute Mehrheit - also 307 Stimmen.

Schulz tritt damit seine zweite Amtszeit an. Bereits in den vergangenen zweieinhalb Jahren war er der Präsident des EU-Parlaments. Nach Absprache mit den Christdemokraten, die mit 221 Sitzen die größte Fraktion bilden, soll der Vorsitz in zweieinhalb Jahren an die Christdemokraten übergehen.

In der konstituierenden Sitzung hatte Schulz zuvor mit seiner Bilanz für sich geworben: Während seiner zweieinhalbjährigen Amtszeit habe das Parlament "viel erreicht", betonte der 58-Jährige. Es gebe nun keine "Hierarchie" mehr unter den Institutionen Europas. "Heute kommt keiner mehr am Europaparlament vorbei", sagte Schulz und spielte damit auf den EU-Rat an, in dem die Regierungen der 28 Mitgliedstaaten vertreten sind.

Schulz war als bisheriger Amtsinhaber der unangefochtene Favorit für den Chefposten. Der SPD-Politiker trat nahezu konkurrenzlos an: Der Brite Sajjad Karim von den Konservativen und Reformisten, der Spanier Pablo Iglesias von der radikalen Linken und die Österreicherin Ulrike Lunacek von den Grünen galten als symbolische Kandidaten.

Anmerkung der Redaktion:

In einer vorherigen Version des Artikels hieß es, Schulz habe 387 der 670 abgegebenen gültigen Stimmen erhalten. Tatsächlich waren es 409. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

vek/AFP/dpa

insgesamt 53 Beiträge
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der_geile 01.07.2014
1. Begriff sehr Irreführend !
Unter einer absoluten Mehrheit stelle ich mir was ganz anderes vor als 387 Stimmen von 670. Nach meinem Sprachgebrauch wäre das eine knappe Mehrheit. Eine absolute Mehrheit bedeutet für mich jedenfalls mehr >= 90 %
habnemeinung 01.07.2014
2.
Zitat von sysopDPAMartin Schulz ist erneut zum Präsidenten des Europaparlaments gewählt worden. Der deutsche SPD-Politiker erhielt 387 der 670 abgegebenen gültigen Stimmen, 50 mehr als nötig. http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-parlament-waehlt-martin-schulz-zum-praesidenten-a-978486.html
und ich dachte Wahlen wären eine Möglichkeit diesen Widerling loszuwerden. Wie sagte schon ein kluger Mann: "Wenn Wahlen was bewirken würden dann wären sie verboten."
Erda 01.07.2014
3. Ach ja, Politik gibts ja auch noch
Zitat von sysopDPAMartin Schulz ist erneut zum Präsidenten des Europaparlaments gewählt worden. Der deutsche SPD-Politiker erhielt 387 der 670 abgegebenen gültigen Stimmen, 50 mehr als nötig. http://www.spiegel.de/politik/ausland/eu-parlament-waehlt-martin-schulz-zum-praesidenten-a-978486.html
Schön dass Sie das melden, inetressiert zwar niemand, aber so weiß man wenigstens, dass es in Straßburg eine Schwatzbude gibt mit hoch bezahlten Abgeordneten, die fast nichts zu sagen haben. Das freut doch den westdeutschen Rentner, der gerade eine Rentenerhöhung von 1,87% erhalten hat und sich auf die nächste Erhöhung der Stromrechnung gefasst machen kann.
rattengift 01.07.2014
4.
Bürger, die Schulz für einen Sieg der Demokratie halten, irren sich. In der EU wird die bisherige Politik fortgeführt, an der Schulz beteiligt war und die uns dahin gebracht hat, wo wir heute sind. Zu erwarten sind weiterer Bruch von Verträgen und Abmachungen, Eurobonds, Handelsabkommen zu europäischen (zumindest deutschen) Lasten. Das fatale Ausgeliefertsein an Brüssel wird weiter zementiert.
Yacco 01.07.2014
5. Falsche Zahlen
... ich weiss nicht, woher der Spiegel die Wahlergebnisse hat. Herr Schulz erhielt 409 der abgegebenen 612 gueltigen Stimmen. (111 Stimmzettel waren leer oder sonst ungueltig gemacht worden) Noetig gewesen waeren 307 Stimmen.
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