Reaktion auf Raketentest EU weitet Sanktionen gegen Nordkorea aus

Der EU-Rat hat auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas mit einer Verschärfung der Sanktionen reagiert. Doch der Kommandeur der US-Pazifikflotte ist bei der Wirkung skeptisch.
Raketentest in Nordkorea

Raketentest in Nordkorea

Foto: AFP/ KCNA VIA KNS

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas weitet die Europäische Union ihre Sanktionen gegen das Land aus. Künftig seien EU-Firmen Investitionen in die nordkoreanische Industrie untersagt, die mit konventioneller Rüstung zu tun habe, teilte der EU-Rat am Donnerstag mit.

Betroffen sind demnach metallverarbeitende Betriebe und die Luftfahrt. Auch Dienstleistungen im IT-Bereich sowie für die chemische Industrie, Bergwerke und Raffinerien Nordkoreas sind nicht mehr erlaubt. Außerdem wurden vier weitere Personen mit Einreiseverboten und Kontensperrungen belegt, die mit dem nordkoreanischen Programm zum Bau von Atomraketen in Verbindung stehen sollen. Damit sind 41 Personen und sieben Einrichtungen von EU-Sanktionen betroffen.

Die EU folgt mit ihren Maßnahmen Vorgaben des Sicherheitsrats. Das Vorgehen des Regimes in Pjöngjang bedrohe den internationalen Frieden und die Sicherheit in der Region und darüber hinaus, erklärte der EU-Rat als Vertretung der 28 Mitgliedstaaten. Nordkorea hatte nach Angaben der südkoreanischen Streitkräfte am Mittwoch erneut eine Rakete in Richtung Japan abgeschossen. Das Geschoss sei aber nach etwa 60 Kilometern ins Meer gestürzt.

Der Kommandeur der US-Pazifikflotte, Admiral Scott Swift, bezeichnete derartige Strafen aber als erfolglos. Die wirtschaftlichen und diplomatischen Maßnahmen hätten nicht die gewünschten Ergebnisse erzielt, sagte Swift in Tokio.

als/Reuters
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