Europa-Besuch Obama plant Rede am Brandenburger Tor

Es soll die einzige große öffentliche Veranstaltung auf europäischem Boden sein: US-Präsidentschaftskandidat Obama plant einen Berlin-Besuch. Nach Informationen des SPIEGEL will er Ende Juli am Brandenburger Tor sprechen. Der Secret Service sondiert bereits Sicherheitsfragen.


Hamburg - Ort seiner Rede soll der Pariser Platz am Brandenburger Tor sein, in dessen Nähe US-Präsident Ronald Reagan im Jahr 1987 den Abriss der Mauer gefordert hatte: Die Pläne des designierten amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama gehen offenbar auf langwierige Bemühungen der Bundesregierung zurück.

Barack Obama: Auftritt an einem historischen Platz
AP

Barack Obama: Auftritt an einem historischen Platz

Der deutsche Botschafter in Washington, Klaus Scharioth, hatte seit Wochen bei der Obama-Kampagne dafür geworben, dass die einzige große öffentliche Veranstaltung auf europäischem Boden in Berlin stattfindet. Im April hatte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit Obama telefoniert; damals hatte der Politiker der Demokraten erklärt, er versuche nach Deutschland zu kommen.

Nach Informationen des SPIEGEL plant sein Stab einen Auftritt Obamas in der Hauptstadt Ende Juli. Inoffiziell wurde beim Berliner Senat angefragt, ob dafür der Pariser Platz am Brandenburger Tor genutzt werden könne. Ein Abgesandter der Obama-Kampagne traf sich mit Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit. Der Senat hat volle Unterstützung signalisiert, der Secret Service sondiert bereits Sicherheitsfragen.

Sowohl Kanzlerin Angela Merkel als auch Steinmeier wollen Obama treffen. Es sei "ein gutes Signal für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, wenn der Präsidentschaftskandidat auch Berlin seine Aufwartung macht", sagte Wowereit.



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