Ex-Präsident Carter Bittere Enttäuschung über Bush

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter lässt kein gutes Haar an George W. Bush. Er habe die politische Mitte verlassen und höre nur auf die Hardliner in seinem Kabinett, kritisiert Carter.


Washington - "Ich bin enttäuscht von fast allem, was er getan hat", sagte Jimmy Carter im "Boston Globe".

Weiter kritisierte der Ex-Präsident, Bush ignoriere die Gemäßigten, darunter Außenminister Colin Powell, und höre nur auf konservative Hardliner wie Vizepräsident Dick Cheney und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld.

Powell sei bei den Entscheidungen über die Außenpolitik praktisch ausgeschlossen, kritisierte der Ex-Präsident. Carter war als einer der wenigen Demokraten an der Amtseinführung Bushs beteiligt, weil er gehofft hatte, Bush werde nach dem knappen Wahlausgang ein Präsident der politischen Mitte und der Versöhnung sein. Als Beispiele für falsche Politik nannte Carter die US-Haltung im Nahen Osten, die Raketenabwehr und den Ausstieg aus dem Kyoto-Umweltabkommen.

Jimmy Carter war von 1977 bis 1981 US-Präsident.



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