Extremismus Türkei kündigt verschärften Kampf gegen PKK an

Die Türkei will stärker gegen die kurdische Separatistengruppe PKK vorgehen: Nach dem tödlichen Angriff von Extremisten auf eine Armee-Einheit kündigte Ministerpräsident Erdogan eine neue Form des Anti-Terror-Kampfes an.


Istanbul - Die türkische Regierung gibt sich entschlossen, künftig noch schärfer gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorzugehen: "Unser Kampf gegen den Terrorismus wird eine ganz andere Form annehmen", sagte Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, nachdem kurdische Kämpfer in der südosttürkischen Provinz Sirnak gestern 13 Soldaten getötet hatten.

Erdogan sagte Berichten zufolge, er werde mit US-Präsident George W. Bush über die PKK sprechen. Die türkische Regierung wirft den USA vor, nichts gegen PKK-Stützpunkte in den nordirakischen Kurdengebieten zu unternehmen.

Nach den schwersten Zusammenstößen zwischen dem türkischem Militär und kurdischen Extremisten seit Jahren warnte auch Präsident Abdullah Gül die Extremisten vor einer Reaktion der Sicherheitskräfte. Die "Schöpfer und Anhänger des Terrorismus" sollten wissen, dass keine Macht gegen die Entschlossenheit des türkischen Staates ankomme, seine unteilbare Integrität zu verteidigen, sagte Gül gestern laut einer Meldung der Agentur Anatolien.

Ein türkischer Offizier wurde heute im Südosten des Landes bei einer Minenexplosion getötet. Drei weitere Soldaten seien bei dem Anschlag in der Stadt Diyarbakir verletzt worden, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Die türkische Armee führt im Südosten des Landes seit einigen Wochen eine Offensive gegen kurdische Extremisten, die Stützpunkte im Nordirak unterhalten.

hen/dpa/Reuters



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