Fahndungserfolge Saudis nehmen 149 Terrorverdächtige fest

Den saudi-arabischen Behörden sind in den letzten acht Monaten 149 mutmaßliche Extremisten ins Netz gegangen. So konnten Anschläge auf Regierungs- und Sicherheitsvertreter verhindert werden. Den Verdächtigen werden Verbindungen zu al-Qaida nachgesagt.

Saudi-Arabien

Terrornetzwerk al-Qaida

Riad - Nach Einschätzung der Behörden sind noch lange nicht alle Terroristen in aus dem Verkehr gezogen, doch die Festnahmen der vergangenen acht Monate werden dennoch als Erfolg gewertet: Der Sprecher des Innenministeriums, General Mansur At-Turki, sagte am Freitag, 149 mutmaßliche Extremisten seien in Gewahrsam. Sie sollen Verbindungen zum haben.

Paketbomben

Er verneinte einen direkten Zusammenhang zwischen den Festnahmen und den jüngst entdeckten . US-amerikanischen Angaben zufolge stammte der entscheidende Hinweis, der zur Entschärfung der explosiven Päckchen Ende Oktober führte, aus dem islamischen Königreich. Die nun ausgehobenen Terrorzellen hätten teilweise Verbindungen ins Ausland gehabt, fügte der Sprecher hinzu.

Eine der insgesamt 19 Terrorzellen soll darauf spezialisiert gewesen sein, saudische Extremisten als "Gotteskrieger" zu rekrutieren und ins Ausland zu schicken, unter anderem nach Afghanistan. Keiner der Verdächtigen habe bei seiner Festnahme Widerstand geleistet, sagte At-Turki.

Den Festgenommenen wird vorgeworfen, Anschläge auf Politiker, Journalisten und Angehörige der Sicherheitskräfte in Saudi-Arabien geplant zu haben. Die Pläne seien bereits in einem fortgeschrittenen Stadium gewesen. Einen Fernsehbericht, wonach auch Angriffe auf saudi-arabische Ölanlagen vereitelt wurden, bestätigte der Sprecher nicht. Ihm zufolge wurden bei den mutmaßlichen Extremisten umgerechnet fast 600.000 Dollar beschlagnahmt.

Seit einer Anschlagsserie in Saudi-Arabien im Mai 2003 gehen die Sicherheitskräfte des Landes entschieden gegen Terroristen vor. Einige der gefährlichsten saudischen Terroristen setzten sich in den benachbarten Jemen ab, als der Fahndungsdruck in der Heimat wuchs. Der Ministeriumssprecher warnte, es seien weitere Verdächtige auf freiem Fuß.

can/dpa/Reuters/dapd
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