Affäre um Huawei-Managerin Kanada verurteilt "willkürliche Festnahme" zweier Bürger in China

In China wurden kürzlich zwei Kanadier inhaftiert - womöglich als Vergeltung für die Festnahme der chinesischen Huawei-Finanzchefin Meng in Kanada. Nun verschärft das kanadische Außenministerium den Druck.

Meng Wanzhou
picture alliance / dpa

Meng Wanzhou


Kanada hat gegen die "willkürliche Festnahme" zweier Bürger in China protestiert. Die kanadische Außenministerin Cynthia Freeland forderte von Peking die sofortige Freilassung der beiden Kanadier, die nach Meinung von Kritikern als Druckmittel im Auslieferungsverfahren der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou an die USA missbraucht werden. Auch das Außenministerium in Washington schaltete sich ein.

"Kanada ist ein Land, das von den Regeln des Gesetzes regiert wird", sagte Freeland. Entsprechend verlaufe das Verfahren gegen Meng Wanzhou "fair, unvoreingenommen und transparent". Die Ministerin argumentierte mit dem Rechtsstaatsprinzip, das "fundamental" für alle freien Gesellschaften sei. Dieses "Urgestein der Demokratie" wolle sie verteidigen und aufrechterhalten.

Der ehemalige Diplomat Michael Kovrig und der in China lebende Unternehmensberater Michael Spavor werden seit Beginn vergangener Woche in der Volksrepublik festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, in Aktivitäten verwickelt zu sein, die "die nationale Sicherheit gefährden". Ottawa bewertet die Inhaftierungen jedoch als chinesische Vergeltung für die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekom-Riesen Huawei, Meng Wanzhou.

Die Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei war auf Antrag der USA in Kanada festgenommen worden. Ihr wird von Seiten Washingtons Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen Iran vorgeworfen. Ein Gericht in Vancouver entschied in der Vorwoche, Meng bis zu einer Entscheidung über ihre Auslieferung an die USA gegen Kaution freizulassen.

mje/dpa/afp



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