Falschaussage Neue Ermittlungen gegen Berlusconi

Der italienische Ministerpräsident Berlusconi ist einem Zeitungsbericht zufolge erneut ins Visier der Justiz geraten. Die Mailänder Staatsanwaltschaft ermittelt demnach wegen Anstiftung zur Falschaussage.


Rom - Der "Corriere della Sera" berichtete heute, Berlusconi werde verdächtigt, einem britischen Anwalt 1997 mindestens 600.000 Dollar gezahlt zu haben, damit dieser in zwei Prozessen für Berlusconi aussage.

Berlusconi: Im Visier der Justiz
REUTERS

Berlusconi: Im Visier der Justiz

Berlusconi war angeklagt, Steuerbeamte bestochen zu haben, um eine positive Prüfung von Tochterunternehmen seiner Fininvest-Gruppe zu erreichen. Außerdem soll er durch die Holding All Iberian der sozialistischen Partei des früheren Ministerpräsidenten Bettino Craxi Geld verschafft haben.

Berlusconi wurde in beiden Fällen zunächst schuldig gesprochen, das höchste Berufungsgericht des Landes hob die Urteile jedoch später auf. Seit seiner Wahl 2001 stand er immer wieder vor Gericht und bezeichnet sich als Opfer linksgerichteter Staatsanwälte.



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