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14. April 2003, 19:48 Uhr

Falsche Fährte

Keine Massenvernichtungswaffen in verdächtigen Labors

Die Suche nach dem Kriegsgrund geht weiter: Auch die bei der Stadt Kerbela vergrabenen mobilen Labors dienten nicht der Herstellung von Chemie- oder Biowaffen.

Washington - Das bestätigte der Leiter des amerikanischen Expertenteams, Monte Gonzalez. Die elf Container hätten technische Ausrüstung im Wert von mehreren Millionen Dollar enthalten und seien "für zivile oder militärische Zwecke geeeignet" gewesen - nicht aber zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen.

Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CNN hatten amerikanische Soldaten die mobilen Labors gefunden. Möglicherweise hätten sie zur Herstellung von biologischen und chemischen Waffen gedient, hieß es danach aus Armeekreisen. Laut CNN fanden die Soldaten der 101. Luftlandedivision elf vergrabene Container, jeder sechs mal sechs Meter groß, die an Lastwagen oder Eisenbahnwaggons gehängt werden könnten.

Zusammen mit den in Lastwagen untergebrachten Labors seien Berge von Dokumenten sichergestellt worden, sagte Brigadegeneral Benjamin Freakly dem US-Sender. Wie es weiter hieß, wurden am Fundort aber keine chemischen Stoffe entdeckt.

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